AGENDA 21

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Meerane: Bauen und Bewahren

Das Problem:
Eine große Zahl ausgedienter Fabrikhallen und Werkhallen, die sich (optisch) in einem erbärmlichen Zustand befinden, zeugen in Meerane als Überreste und Schlußpunkte des traditionellen Industriezeitalters.

Die Leitidee:
Was Jahrhunderte zusammengetragen haben an Reichtum, Form und Fantasie, an Können und Wissen um die Stadt ist der Ausgangspunkt. Der Bestand muß fortentwickelt werden: Sanierung, Abriß, Neuordnung, Umnutzung und Verdichtung sind die Elemente eines Entwicklungsplanes.

Lösungsansätze:
  1. Kommunalbauten in leerstehende Denkmäler:
    Wie will die Stadt von Bürgerinnen und Bürger Sinn für den Gedanken des Alten erwarten, wenn eigene Behörden alte Bauten im Stich lassen?Das Vorzeigeprojekt ist die Nutzung des "Palla-Komplexes" als Rathaus/Dienstleistungs- und Handelshaus über einen Investmentfonds auf Leasingbasis für die Nutzer.
  2. Foto-Montagen (per Computertechnik) zu möglichen neuen Ansichten. Bekanntlich sagt "ein Bild mehr als tausend Worte". Altsubstanz kann damit - zu Marketingzwecken - in einem modernisierten, umgenutzten Bild dargestellt werden.
    Denkbar ist die Nutzung der Quartiere für
    • Dienstleistungs- und Technologieeinrichtungen,
    • Handwerkerhöfe,
    • Bildungseinrichtungen (Grundlage ist ein zu erstellender Bildungsentwicklungsplan, der alle Bildungsebenen umfasst).
  3. Fassaden- und Bepflanzungsaktion nach dem Motto: "Wir wollen Meerane schöner machen." Zuschüsse ermöglichen die Realisierung eines Stadtgestaltungskonzeptes.
  4. Über die Industriequartiere hinaus, müssen die historischen Gebäude im Stadtbild gesichert und dargestellt werden.
  5. Nutzung des Industriedenkmals "Kalkofen" zu musealen Zwecken über einen gemeinnützigen Trägerverein; die Initiative haben Bürgermeister und Rat zu ergreifen.
  6. Ausweitung konkreter Förderprojekte (z.B. EU-Förderprogramme im Rahmen von URBAN/Stadtentwicklung).
  7. Ein familienfreundliches Klima hat absolute Priorität: Wohnräume müssen so gestaltet werden, dass öffentlicher Raum für Kinder und Jugendliche nutzbar wird.
  8. Die Fortführung der Platzgestaltung; die für das Meeraner Stadtgebiet typischen freien Plätze können so vernetzt werden, dass ein Fußweg-Netz entsteht. Dringlich gehandelt werden muß am Teichplatz, in der Poststraße (neben Schmidt-Bank) und vor der Sporthalle.