Meerane: Bauen
und Bewahren
Das Problem:
Eine große Zahl ausgedienter Fabrikhallen und Werkhallen, die sich
(optisch) in einem erbärmlichen Zustand befinden, zeugen in Meerane
als Überreste und Schlußpunkte des traditionellen Industriezeitalters.
Die Leitidee:
Was Jahrhunderte zusammengetragen haben an Reichtum, Form und Fantasie,
an Können und Wissen um die Stadt ist der Ausgangspunkt. Der Bestand
muß fortentwickelt werden: Sanierung, Abriß, Neuordnung, Umnutzung
und Verdichtung sind die Elemente eines Entwicklungsplanes.
Lösungsansätze:
- Kommunalbauten in leerstehende
Denkmäler:
Wie will die Stadt von Bürgerinnen und Bürger Sinn für
den Gedanken des Alten erwarten, wenn eigene Behörden alte Bauten
im Stich lassen?Das Vorzeigeprojekt ist die Nutzung des "Palla-Komplexes"
als Rathaus/Dienstleistungs- und Handelshaus über einen Investmentfonds
auf Leasingbasis für die Nutzer.
- Foto-Montagen (per Computertechnik) zu
möglichen neuen Ansichten. Bekanntlich sagt "ein Bild mehr als
tausend Worte". Altsubstanz kann damit - zu Marketingzwecken - in
einem modernisierten, umgenutzten Bild dargestellt werden.
Denkbar ist die Nutzung der Quartiere für
- Dienstleistungs- und Technologieeinrichtungen,
- Handwerkerhöfe,
- Bildungseinrichtungen (Grundlage ist ein zu
erstellender Bildungsentwicklungsplan, der alle Bildungsebenen umfasst).
- Fassaden- und Bepflanzungsaktion nach
dem Motto: "Wir wollen Meerane schöner machen." Zuschüsse
ermöglichen die Realisierung eines Stadtgestaltungskonzeptes.
- Über die Industriequartiere hinaus, müssen
die historischen Gebäude im Stadtbild gesichert und dargestellt
werden.
- Nutzung des Industriedenkmals "Kalkofen"
zu musealen Zwecken über einen gemeinnützigen Trägerverein;
die Initiative haben Bürgermeister und Rat zu ergreifen.
- Ausweitung konkreter Förderprojekte
(z.B. EU-Förderprogramme im Rahmen von URBAN/Stadtentwicklung).
- Ein familienfreundliches Klima hat absolute
Priorität: Wohnräume müssen so gestaltet werden, dass
öffentlicher Raum für Kinder und Jugendliche nutzbar wird.
- Die Fortführung der Platzgestaltung;
die für das Meeraner Stadtgebiet typischen freien Plätze
können so vernetzt werden, dass ein Fußweg-Netz entsteht.
Dringlich gehandelt werden muß am Teichplatz, in der Poststraße
(neben Schmidt-Bank) und vor der Sporthalle.
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