Verkehr
Leitdeen:
- Eine Verringerung des motorisierten Individualverkehrs
scheint in naher Zukunft nicht möglich zu sein. Erforderlich
ist deshalb ein integriertes Konzept für den Verkehr nach den
Grundsätzen der Verkehrsvermeidung, Verkehrsverlagerung, Verkehrsberuhigung
und technischer Optimierung. Das Konzept dient der CO2-Reduktion,
der Lärmminderung und der Sicherheitserhöhung.
- Meerane wird sich dadurch auszeichnen, dass
eine Balance zwischen Mobilität und Ökologie im Stadtraum
realisiert ist.
- Die Sicherheit für die "schwachen" Verkehrsteilnehmer
hat in der Stadtentwicklungs-planung eine vorrangige Bedeutung.
- Um das Wohnen im Alter und für Familien
zu erleichtern, muss die Bereitstellung eines barrierefreien öffentlichen
Raumes verfolgt werden (insb. für Rollstuhl-, Kinderwagen- und
Radfahrer).
- Optimale Einbindung Meeranes in die Region durch
den ÖPNV (z.B. Fortführung der Regiosprinters/Zwickau bis
Meerane); Initiative im Rahmen der Städtekooperation für
das Projekt "Ein Fahrplan, ein Tarif, ein Fahrschein - für den
Landkreis und die Region".
- Meerane benötigt eine Anbindung an den
überregionalen Verkehr. Der Regiosprinter ist dafür eine
gute Möglichkeit.
- Erwerb und Reaktivierung des Bahnhofs als lokales
und regionales Reisehaus (Ausweitung der Schienennutzung, Busbahnhof,
Reise-Dienstleistungsunternehmen im Gebäude, Gastronomie).
- Einrichtung einer Park-and-Ride-Anlage für
Verkehrs-Umsteiger auf dem Bahnhofsgelände.
- In den Schwachlastzeiten muss ein ÖPNV-System
geschaffen werden, z.B. AST, Rufbus etc..
- Zu realisieren sind:
- Straßenbegrünung durch (Straßen-)Baumpflanzungen
- Die Ausweitung von Tempo-30-Zonen (und deren
Kontrolle), zum Schutz der Kinder.
- Die zügige Umsetzung eines Radwegenetzes.
- Ein rollstuhl- und kinderwagengerechtes Fußwegenetz
(incl. Absenkung der Bordsteine).
- Die Ausweitung der Fussgängerzone im
Stadtkern.
- Eine klare Abtrennung zwischen Autoverkehr
(auch parkend), Radfahren- und Fußgängerräume.
- Ein Verkehrsleitsystem in und aus der Innenstadt.
- Der reine Durchgangsverkehr ist von der Kernstadt
fernzuhalten.
- Reduktion der Einbahnstrassen, um Verkehrswege
kürzer zu gestalten.
- Die Modellierung von Einkaufsstrassen (z.B.
August-Bebel-Strasse).
- Ein überarbeitetes Konzept des innerstädtischen
Bussystems.
- Die Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt
Waldsachsen (Tempo-30, Schikanen, abgetrennter Fußgängerraum,
stationäre Geschwindigkeitsüberwachung)
Verkehrs-Beispiel 1:
Tempo 30-Kampagne in Meerane für mehr Sicherheit, Ruhe,
Miteinander, Umweltschutz.
Von Tempo 30 profitieren alle. Langsam fahrende Autos erhöhen nicht
nur die Verkehrssicherheit, sondern erzeugen auch weniger Lärm und
Abgase. Die Lebensqualität in der Stadt wird dadurch verbessert.
Durch Tempo 30 wird die durchschnittliche Fahrzeit kaum länger. Auf
einen Kilometer Fahrstrecke beträgt der theoretische Zeitverlust
48 Sekunden. Praktisch gesehen sind es höchstens 20 Sekunden mehr,
da weniger beschleunigt und abgebremst werden muß.
Verkehrs-Beispiel 2:
Stadtverträglicher Verkehr Meerane: Der Verkehr soll
der Stadt dienen, nicht die Stadt dem Verkehr.
Das Rahmenkonzept "Stadtverträglicher Verkehr Meerane" hat vier
Säulen:
- Sozialverträglichkeit
Mobilität muß in Meerane dauerhaft für alle möglich
sein, unabhängig von Alter, Geschlecht, Status oder Fahrzeugverfügbarkeit.
Maßstab für die Sozialverträglichkeit sind die Bewegungsfreiheit
und Aufenthaltsqualität für die schwächsten Verkehrsteilnehmer
(Kinder, alte Menschen, Behinderte).Eine Diskussion jeder gegen jeden,
Autofahrer gegen Radfahrer, Fußgänger dazwischen und mittendrin
der öffentliche Nahverkehr nützt niemandem.
- Umweltverträglichkeit
- Wirtschaftsveträglichkeit
- Sicherheit
Die Umsetzung kann in folgenden Schritten
erfolgen:
- Entwicklung eines Logos für das gemeinsame
Ziel "Stadtverträglicher Verkehr Meerane" für die Öffentlichkeitsarbeit.
Im Kern ist der Stadtverkehr kein planerisch-technisches, sondern
ein Verhaltensproblem. Um Verkehrsverhalten zu ändern, sind öffentlichkeitswirksame
Aktionen notwendig.
- Die Durchführung von Basiskampagnen (Tempo-30-Verhalten,
Parkverhalten und Entschärfung der Nutzerkonflikte zwischen Autofahrer,
Radfahrer und Fußgänger).
- Bürgerfreundliche Ausgestaltung von Verkehrsüberwachung
und Ahndung.
- Schulwegsicherung und Schulwegplanung.
- Verkehrsleitsystem in die wirtschaftlichen Räume
der Stadt.
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