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Das Dorf Waldsachsen wurde 1297 erstmals erwähnt. Für den Namen gibt es zwei Deutungen: nach dem Mittelhochdeutschen „walt sâzen“ (die im Wald sitzen) oder „das Walddorf der Sachsen“. Die Besiedlung fand vermutlich um 1150 statt, als sich Franken in dem Reich bewaldeten Gebiet niederließen. Der älteste Teil von Waldsachsen dürfte sich rechts der Hauptstraße, östlich und westlich der Kirche befunden haben. Jünger ist die nach Süden gerichtete Querstraße, auch „Holzhäuser“ genannt. Der Name erklärt sich daraus, dass die Häuserzeile – vermutlich um 1440 entstanden - unmittelbar am Wald errichtet wurde.
Die Ländergrenze zwischen Sachsen und Thüringen verlief ursprünglich in einer Zick-Zack-Linie innerhalb der Waldsachsener Flur, so dass es zu manchen Kuriositäten kam. So lief mitten durch das Gut Nr. 4 von Oswalt Schnabel die Landesgrenze. Der Kuhstall war sächsisch, Wohnhaus mit Pferdestall und Scheune thüringisch. 1888 wurden die sächsischen und thüringischen Teile zu einer Gemeinde vereinigt, jeder Teil behielt jedoch seine eigene Verwaltung. Erst nach dem Gebietsaustausch 1928 kam der thüringische Teil zu Sachsen und das Dorf Waldsachsen bildete territorial und politisch eine vereinte Gemeinde. 1953 wurde mit der Bildung der Bezirke der DDR nochmals die Grenze im Verlauf geändert. Die Bezirke Karl-Marx-Stadt und Leipzig verliefen abermals durch die Gemeinde Waldsachsen. Die Grenze führte an der Bachbrücke, in Höhe des Gasthofes „Forellen-Aue“ hindurch.
Es gibt zwei Reiterhöfe mit Gastronomie und einer Pension, die mit Reit- und Springturnieren und weiteren Veranstaltungen das kulturelle Leben mitgestalten. Hier haben auch zwei Reitvereine der Stadt ihr Domizil.
Die Waldsachsener stellen den 4. Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Meerane und laden alljährlich zum „Hexenfeuer“ ein. Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind das „Traktoren- und Oldtimertreffen“ am Gasthof Waldsachsen und das „Torbogenfest“ der Pension „Zur grünen Aue“. |