„Sakrale Kunst aus der Region“
Neue Sonderausstellung im Heimatmuseum Meerane und in der Kirche St. Martin
Vom 15. September bis 12. November 2006 zeigen das Heimatmuseum Meerane und die Kirche St. Martin die Ausstellung „Sakrale Kunst aus der Region“. Die ökumenische Akademie Altenburg in Zusammenarbeit mit Barbara Löwe und Günter Hummel, der Meeraner Kunstverein, die Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Martin und das Heimatmuseum Meerane haben für dieses Projekt zusammengearbeitet.
Die Ausstellungseröffnung fand am 15. September 2006 an beiden Ausstellungsorten statt. Im Heimatmuseum begrüßte Bürgermeister Prof. Dr. Lothar Ungerer und in der Kirche St. Martin Pfarrer Dr. Eckhard Zemmrich die zahlreichen Gäste. Unter den Besuchern waren auch Bürgermeister Ulrich Wolf in Vertretung des Crimmitschauer Oberbürgermeisters Holm Günther und der Vorsitzende des Heimatvereins Crimmitschau Heinrich Otto. Der Glauchauer Künstler Johannes Feige, der mit einigen Exponaten in der Ausstellung vertreten ist, war ebenfalls anwesend.
Prof. Ungerer, Pfarrer Dr. Zemmrich und Andreas Kuhn vom Heimatmuseum dankten insbesondere den zahlreichen Leihgebern der Ausstellung für die zur Verfügung gestellten Exponate, deren Entstehungszeit vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart reichen.
„Diese Ausstellung ist eine Besonderheit. Es ist gelungen, regional zusammenzuarbeiten, auch über Ländergrenzen hinaus. Herzlichen Dank allen Leihgebern und ein Dankeschön an alle, die diese Ausstellungen möglich machten“, sagte Bürgermeister Prof. Ungerer.
Barbara Löwe und Günter Hummel von der Altenburger Akademie sprachen zur Bedeutung sakraler Kunst in den verschiedenen Zeitepochen und stellten einzelne Künstler und deren Exponate vor. „Für die Ausstellung wurden aus Gotteshäusern und Museen auch einige Sakralgegenstände zur Verfügung gestellt, die selbst dort im Hintergrund stehen, da sie nicht zu den bedeutendsten Kunstwerken gezählt werden. Sie sind aber durchaus berechtigt, der Anonymität entrissen zu werden“, erklärte Günter Hummel.
Im Heimatmuseum sind zahlreiche sakrale Gegenstände, Plastiken und Malerei unter anderem aus Crimmitschau, Werdau, Glauchau, Hohenstein-Ernstthal, Oberwiera und Langenleuba-Oberhain zu sehen. Das Museum Hohenleuben-Reichenfels stellt aus seinem Bestand ausgewählte spätgotische Sakralplastiken vor, wie die Madonnen aus Schwaara und aus Wittchendorf. Diese Figuren stammen aus Altenburger Bildschnitzerwerkstätten.
Ergänzend zu den zahlreichen plastischen Arbeiten werden auch andere Exponate aus dem sakralen Bereich gezeigt, z. B. Bibeln, Mess- und Gebetbücher, Taufbriefe und Fahnen.
In der Kirche St. Martin befinden sich aus Glauchau stammende lebensgroße Holzfiguren, die vier Evangelisten. Im Mittelpunkt des sakralen Raumes steht bereits seit 40 Jahren der 1506 von Jacob Naumann aus Altenburg gefertigte Flügelaltar. Neben den Originalfiguren sind in der Kirche St. Martin 18 Bildtafeln zu sehen, die über spätgotische Bildschnitzkunst in Ostthüringen/Westsachsen informieren.
Eine weitere Ausstellung in der Kirche gibt Auskunft über Leben und Werk des Komponisten und Organisten Johann Ludwig Krebs. Diese Ausstellung wurde anlässlich seines 225. Todestages vom Altenburger Schloss- und Spielkartenmuseum erstellt.
Das Gesamtprojekt wurde von der Städteregion Zwickau unterstützt.
Die musikalische Umrahmung der Ausstellungseröffnung gestaltete Dr. Felix Friedrich - Organist an der Schlosskirche in Altenburg - am Spinett und an der Orgel.
Öffnungszeiten des Heimatmuseums Meerane, Markt 3:
Montag bis Donnerstag 10 bis 12 und 13 bis 17 Uhr
Freitag 10 bis 13 Uhr
Sonntag 14 bis 17 Uhr
Öffnungszeiten der Kirche St. Martin:
Täglich 14 bis 18 Uhr |







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