Pressemitteilung der Hitachi Power Europe GmbH
Meeraner Dampfkesselbau wird Mitglied des Hitachi Konzerns
Wachstumskurs für die Zukunft
Neuer Mehrheitsgesellschafter stellte sich auf Belegschaftsversammlung vor
Oberhausen/Meerane, 02.07.2007
Die Meeraner Dampfkesselbau GmbH hat einen neuen Mehrheitsgesellschafter: Der Kraftwerksbauer Hitachi Power Europe GmbH (HPE) mit Sitz in Oberhausen übernahm zum 1. Juli die Mehrheit an dem traditionsreichen Druckteilfertiger, der hochwertige Kernkomponenten für kohlegefeuerte Kraftwerke herstellt. Darüber wurde die Belegschaft in einer Betriebsversammlung am Montag unterrichtet. Die HPE ist einer der europäischen Marktführer auf dem Gebiet der Kraftwerkstechnik für die Brennstoffe Kohle und Gas und gehört zum japanischen Technologiekonzern Hitachi, der weltweit rund 350 000 Menschen beschäftigt und einen Umsatz von über 70 Milliarden Euro erzielt. (Foto: Pressetermin mit den Geschäftsführern des Meeraner Dampfkesselbaus Herrn Günter Börnichen und Herrn Ullrich Nitzsche, den Herren Katsuya Shigehiro, Klaus-Dieter Rennert, Shinya Ohe und Klaus J. Schmitz von der Hitachi Power Europe GmbH, Wirtschaftsminister Herrn Thomas Jurk, Regierungspräsident Herrn Karl Noltze und Bürgermeister Herrn Prof. Dr. Lothar Ungerer.)
Klaus-Dieter Rennert (Foto rechts stehend), Geschäftsführer der HPE, stellte auf der Betriebsversammlung den neuen Mehrheitsgesellschafter vor und erläuterte die Pläne für die Zukunft. Er dankte dem anwesenden Wirtschafts- und Arbeitsminister des Freistaates Sachsen, Thomas Jurk, für sein Engagement und die konstruktive Begleitung bei der Übernahme der Mehrheitsanteile. „Die Entscheidung der Hitachi Power Europe GmbH, sich in Sachsen zu engagieren, zeigt, wir sind international wettbewerbsfähig. Das wird den sächsischen Maschinen- und Anlagenbau weiter stärken und vor allem dem Meeraner Dampfkesselbau neue Impulse geben.“ Bei der Führung der Meeraner Dampfkesselbau GmbH setze die HPE auf Kontinuität, betonte Rennert. Er lobte ausdrücklich die hervorragende Arbeit der Geschäftsleitung in den vergangenen Jahren in bester sächsischer Unternehmertradition und die hohe Kompetenz sowie erstklassige Leistung der Belegschaft. „Der Meeraner Dampfkesselbau hat bei unseren Kunden, den Kraftwerksbetreibern, einen hervorragenden Ruf“, sagte Rennert. Deshalb bleibe auch beim Unternehmensnamen alles beim Alten.
Bei der Anzahl der Beschäftigten hingegen sind Veränderungen geplant. „Wir werden die Belegschaftsstärke in den nächsten Jahren kontinuierlich erhöhen und die Kapazität in Meerane erheblich ausbauen“, skizzierte Rennert die Zukunft. Auch Investitionen in die technische Infrastruktur seien geplant. Die Kraftwerksindustrie boome, und ein Ende sei nicht abzusehen. Die Hitachi Power Europe wirke ganz erheblich an der Erneuerung der europäischen Kraftwerksflotte mit und sei etwa bei Großdampferzeugern aufgrund einer ausgezeichneten Technologieposition und Auftragsabwicklungsqualität klar die Nummer eins. Davon werde auch der Meeraner Dampfkesselbau zum beiderseitigen Nutzen profitieren.
Wichtig für die Zukunft in Meerane sei auch das große Engagement der HPE bei Forschung und Entwicklung im Bereich der Kraftwerkstechnik. „Wir sind bei praktisch allen wichtigen europäischen Forschungsvorhaben zur Entwicklung von CO2- armen/-freien Kohle-Kraftwerken aktiv beteiligt“, erläuterte Rennert. Für die Entwicklung von noch effizienteren Kraftwerken sei die Herstellung und Verarbeitung von Stählen, die extrem hohen Temperaturen und Drücken Stand hielten, von größter Bedeutung. Der Meeraner Dampfkesselbau erhalte durch die HPE frühen Zugriff auf zukünftige Entwicklungen und könne die führende Position bei der Verarbeitung von hochwarmfesten Stählen halten und ausbauen.
Profil
Hitachi Power Europe GmbH plant und errichtet schlüsselfertige Kraftwerke für die Energieträger Kohle und Gas und stellt Kernkomponenten wie Großdampferzeuger, Turbinen, Umweltschutztechnik oder Mühlen auf der Basis eigenentwickelter Technologie her. Das Unternehmen wächst rasant aufgrund der weltweit starken Nachfrage nach umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Kraftwerken sowie der hervorragenden Technologieposition. Das Unternehmen beschäftigt derzeit etwa 700 Mitarbeiter und verfügt über einen Auftragsbestand von rund 2 Milliarden Euro.
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