Aktuelles (31.07.2007)

 

20. Internationale Thüringen Rundfahrt der Frauen führte durch Meerane

Trotz Unwetter begeisterter Empfang an der Steilen Wand

Vom 24. bis 29. Juli 2007 wurde die 20. Internationale Thüringen Rundfahrt der Frauen gefahren. Die Tour, die zu den wichtigsten und traditionsreichsten Radrundfahrten der Welt im Bereich des Frauenradsports zählt, führte in diesem Jahr nach 2002 zum zweiten Mal über die "Steile Wand".
Die 6. Etappe "Rund um Schmölln" führte am 28. Juli 2007 die 73 Fahrerinnen aus 16 Mannschaften nach Meerane.
Trotz eines heftigen Unwetters, das die Veranstalter sogar zum kurzzeitigen Anhalten der Tour im Wirtschaftszentrum Meerane und einem Neustart zwang, harrten die vielen Radsportfans an der Steilen Wand aus und feuerten die Radsportlerinnen auf dem steilen Anstieg an. Die Fahrerinnen wiederrum überraschte die gute Stimmung an der Steilen Wand, womit Meerane erneut eindrucksvoll seine Radsportbegeisterung unter Beweis gestellt hat.

(Im Folgenden die Pressemitteilung der Internationalen Thüringen Rundfahrt zur 6. Etappe)

Am Start tröpfelte es vom grauen Himmel, in Meerane tobte ein sächsischer Hurrikan, und am Ziel in Schmölln lachte die Sonne.
Trotz Blitz und Donner verfolgt Judith Arndt, die Weltmeisterin von 2005, bei der 20. Runde weiter hartnäckig ihr Ziel, zum ersten Mal die Thüringen Rundfahrt der Frauen zu gewinnen. Die 30-jährige Leipzigerin vom deutschen T-Mobile Team, die bereits zweimal Zweite und einmal Dritte war, verringerte am Samstagabend auf der von einem heftigen Unwetter heimgesuchten 6. Etappe bei „Rund um Schmölln“ durch Zeitgutschriften bei den Sprintwertungen ihren Rückstand auf die nach dem Zeitfahren am Vormittag in Gelb fahrende US-Meisterin Amber Neben (Team Flexpoint) bis auf zwei Sekunden.

Den Etappensieg auf der 90 Kilometer langen Schleife sicherte sich nach einer mutigen Alleinfahrt auf der bergreichen Schlussrunde Trixi Worrack aus Cottbus. Die Vizeweltmeisterin von der Equipe Nürnberger hatte nach einer Fahrzeit von 2:16:51 Stunden im Ziel 53 Sekunden Vorsprung vor den ersten Verfolgerinnen Judith Arndt und Noemi Cantele (Italien/Team Bigla). Ihr glücklicher Kommentar im Ziel: „Das Mistwetter hatten wir nicht bestellt, aber noch einen Paukenschlag für unser Team schon. Nun werden wir auch auf der Schlussetappe versuchen, ganz vorn über den Dörtendorfer Berg zu kommen“.

Von Donnergrollen begleitete Gewitterblitze sowie orkanartige Wind- und Regenböen zwangen die Jury in Meerane, die mit 30 Sekunden führende Schweizerin Priska Doppmann und das Feld kurz vor der Steilen Wand anzuhalten und das Rennen für zwölf Minuten zu neutralisieren. Doch eine Viertelstunde nach dem Neustart wurde Doppmann eingeholt und bei heftigem Kantenwind und zwei Bergwertungen in Sommeritz spaltete Trixi Worrack mit ihrer Attacke das Feld in mehrere Verfolgergruppen, deren erste von der Sekundenjagd zwischen Arndt und Neben dominiert wurde.

   
  Fotos: pro|picture

<< zurück