Ausstellung

 


„Kraft der Stille“ – Arbeiten von Matthias Stein in der Galerie ART IN

„Kraft der Stille“ – unter diesem Thema zeigt die Galerie ART IN, Marienstraße 22, noch bis zum 4. November 2007 Materialbilder des Chemnitzer Künstlers Matthias Stein.
Matthias Stein wurde 1954 in Freiberg geboren und studierte an der Hochschule für Kunst und Design Halle – Burg Giebichenstein. Seit 1986 ist er freischaffend als Maler und Grafiker tätig. Er ist Mitglied im Chemnitzer Künstlerbund, Gründungsmitglied der Produzentengalerie „Laterne“, Chemnitz, und Mitbegründer des Projektes „Turmgalerie im Schloss Augustusburg“.
Verhaltene Farbigkeit, verschiedene Materialien und einfache Dinge als Motiv fügen sich in seine Strukturbilder ein. Geschlossene und diffuse Flächen kontrastieren mit Bewegungsmotiven.

Der Chemnitzer Kunstwissenschaftler Dr. Werner Ballarin, der Matthias Stein in den 80er Jahren kennenlernte, schreibt im Vorwort des Ausstellungskataloges über die Arbeiten, die der Künstler bereits 1991 in einer Ausstellung der wiedergegründeten Chemnitzer Kunsthütte, in der Ausstellung der „Künstlergruppe Laterne“ vorstellte: „Das Figürliche war gänzlich verschwunden. Statt dessen sah man ungegenständliche Tafelbilder, die durch das Beimischen von Sand und Asche eine suggestive Materialität gewonnen hatten und zugleich durch in sie verwobene geheimnisvolle Zeichen in die Sphäre des Geistigen gehoben wurden. Kontemplative Stille forderten diese gedämpft-farbenen, in sensiblen Grau- und Erdtönen langsam vorbeiwehenden Gemälde. Und wäre der Titel ‚Wind, Sand und Sterne‘ nicht schon durch Antoine de Saint-Exupéry besetzt, hätte man damit treffend den Charakter seiner Arbeiten umreißen können.“

Matthias Stein, der ursprünglich eine Ausbildung zum Textildesigner absolvierte, wandte sich 1986 der freien Kunst, seiner eigentlichen Berufung, zu. Ab 1988 begann er damit, Naturmaterial – Sand, Kreide und Asche – in seine Farben zu mischen. „Diese Einbindung charakterisiert seinen Respekt vor der fundamentalen Kraft der Natur und ihrer spirituellen Präsenz im Alltag, zugleich aber ist sie Ausdruck einer wachsenden Abneigung gegen artistische Selbstinszenierung. Stein sieht den Künstler wie den Betrachter untergeordnet in einem größeren, komplexeren Zusammenhang. Demgemäß lässt er – symbolhaft für die elementare Bedeutung der Natur – in seinen Werken mehr und mehr Farbe, Form und Material selbst sprechen“, schreibt Olaf Thormann, Leipzig, im Ausstellungskatalog.



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