Meeraner Spende für Klinik-Seelsorge der Johannesgemeinde Lörrach-Stetten
Im Dezember vergangenen Jahres besuchten Bürgermeister Prof. Dr. Lothar Ungerer, Mitglieder des Stadtrates und der Verwaltung die Partnerstadt Lörrach. Im Rahmen dieses Besuches überreichte der Bürgermeister eine Spende über 200 Euro an die Lörracher Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm, zur Unterstützung einer sozialen Einrichtung in Lörrach.
Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm und Bürgermeisterin Marion Damman übergaben diese Spende Ende Januar 2008 an Pfarrerin Susanne Bömers für die Klinik-Seelsorge der Johannesgemeinde in Lörrach-Stetten. Die Tageszeitungen „Badische Zeitung“ und „Die Oberbadische“ berichteten darüber.
Susanne Bömers möchte einen Besuchsdienst im Krankenhaus ins Leben rufen. Die Mitarbeiter können Kranken mit Gesprächen und der Erfüllung kleiner Wünsche zur Seite stehen. Insbesondere auch auf der Kinder-Intensivstation benötigen Eltern oft Seelsorge und Unterstützung. Die Pfarrerin möchte von der Spende unter anderem „Fingerkreuze“ aus Holz – als Symbol des Festhaltens und des Trostspendens – anschaffen, mit denen in der Vergangenheit bereits gute Erfahrungen gemacht wurden.
Mit freundlicher Genehmigung der Redaktionen veröffentlichen wir die in der Oberbadischen Zeitung und in der Badischen Zeitung erschienenen Beiträge:
Die Oberbadische vom Freitag, 25. Januar 2008
Viele Wege des Trostes
Pfarrerin
Susanne Bömers informiert über Klinik-Seelsorge der Johannesgemeinde
Von Ursula König
Lörrach. Über die Situation der Klinikseelsorge in formierte Pfarrerin Susanne Bömers in einem Gespräch am Donnerstag Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm und Bürgermeisterin Marion Damman in der evangelischen Johannesgemeinde in Lörrach-Stetten.
"Viele Worte versiegen oft im Gespräch", schilderte die Pfarrerin die häufig auch für Seelsorger schwierige Situation. Zunächst sei meist überhaupt nicht vorhersehbar, was die Mitarbeiter der Seelsorge in einem Krankenzimmer erwarte. Die Johannisgemeinde sucht derzeit verstärkt nach ehrenamtlichen Mitarbeitern für einen Besuchsdienst am St. Elisabethen-Krankenhaus in Lörrach. Insbesondere auf der Kinder-Intensivstation benötigten Eltern oft Unterstützung, sei es nach Todgeburt eines Kindes oder bei der Geburt eines behinderten Kindes. Seelsorge sei innerlich nachhaltig, erklärte Susanne Bömers, doch inwieweit einem Menschen in einer Krisensituation tatsächlich geholfen werden könne, sei kaum nachvollziehbar.
Wenn Worte versagen, sei es für die Betroffenen manchmal hilfreicher, etwas in die Hand nehmen zu können. Gute Erfahrungen seien bisher mit Engeln aus Bronze und vor allem mit "Fingerkreuzen" aus Holz gemacht worden.
Als Symbol des Festhaltens und des Trostspendens ließen sich die allerdings auch kostspieligen unterstützenden Mitteln der Seelsorge bezeichnen. Eine "Anschubfinanzierung" für die Klinikseelsorge leisteten die Bürgermeisterinnen und überreichten der Pfarrerin einen Scheck über 200 Euro. Vorangegangen war ein Besuch des Meeraner Bürgermeisters Lothar Ungerer mit Vertretern des Gemeinderates, der den Scheck einer sozialen Einrichtung zukommen lassen wollte. Viele Ideen seien denkbar, so die evangelische Pfarrerin. Die Anschaffung von weiteren Fingerkreuzen und der Druck von Karten mit Texten zur Ermutigung werden dabei ganz konkret in Betracht gezogen.
Badische Zeitung vom Samstag, 2. Februar 2008 Ziel: Ein neuer Besuchsdienst
Spende aus Meerane hilft
LÖRRACH (BZ). Die Klinikseelsorge liegt Susanne Bömers, Pfarrerin der evangelischen Johannesgemeinde in Stetten, am Herzen. Sie möchte einen Besuchsdienst im Krankenhaus ins Leben rufen und die 200 Euro Spende aus Meerane, die Oberbürgermeisterin Heute-Bluhm und Bürgermeisterin Dammann kürzlich überreichten, für Zeichen des Trostes für Kranke verwenden. Den Scheck hatte Bürgermeister Lothar Ungerer anlässlich des Besuchs von Vertretern des Gemeinderats aus Meerane für eine soziale Einrichtung in Lörrach mitgebracht.
Nach dem Motto "Halte mich - ich halte Dich" können Fingerkreuze aus Holz Kranken eine Freude machen, berichtet Bömers. Die Mitarbeiter des geplanten Besuchsdienstes können Kranken nicht nur mit Gesprächen und der Erfüllung kleiner Wünsche zur Seite stehen, sondern auch die Fingerkreuze übergeben. Nun sucht die Johannesgemeinde dringend Ehrenamtliche, um einen Besuchsdienst aufzubauen. Bömers ist sich bewusst, dass es für viele nicht einfach ist, ein Krankenzimmer zu betreten, doch ermuntert Interessenten, sich unter 07621/47071 zu melden. In Gesprächen werden sie auf ihre Aufgabe vorbereitet. |