Aktuelles (27.02.2008)

 


Aus der Stadtratssitzung vom 26. Februar 2008 berichtet

Zur Stadtratssitzung am 26. Februar 2008 standen unter anderem mit einem Grundsatzbeschluss für das Projekt „Kindertageseinrichtung im Wirtschaftszentrum Meerane“ und dem Beschluss zum Nutzungskonzept für das Sanierungsprojekt „Kaufhaus am Markt“ wichtige Themen auf der Tagesordnung.

Kindertageseinrichtung im Wirtschaftszentrum Meerane

Einstimmig verabschiedeten die Stadträte den Grundsatzbeschluss für das Projekt „Kindertageseinrichtung im Wirtschaftszentrum Meerane“. Bereits seit einigen Jahren beschäftigt sich die Verwaltung mit diesem Projekt einer „bedarfsorientierten Kindertagesstätte“, führte Bürgermeister Prof. Dr. Lothar Ungerer aus. Gespräche mit den Unternehmen im Wirtschaftszentrum, in dem derzeit rund 3.000 Arbeitsplätze gegeben sind, haben den Bedarf nach einer solchen Kindereinrichtung ergeben, die nun mit 40 Plätzen geplant wird.
„Die Resonanz bei den Unternehmen zu unserem Vorhaben war durchweg sehr positiv. Zur Stärkung des Standortes sollen die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienaufgaben verbessert werden“, nannte Prof. Ungerer das Ziel dieses Vorhabens.
Frühzeitig fanden Gespräche mit dem Landesjugendamt, dem Jugendamt des Landkreises Chemnitzer Land und möglichen Trägern der Kindereinrichtung statt. Seitens der Fachbehörden gab es eine breite Zustimmung.
Bei den Trägern ging es neben der pädagogischen Kompetenz vor allem um die Realisierung eines Neubaus für die Kindertageseinrichtung. Hier stellte das CJD Zwickau (Christliches Jugenddorfwerk Deutschland) ein überzeugendes Konzept vor. Irina Noé, Pädagogische Leiterin und Fritz Simchen waren im Stadtrat zu Gast und stellten den Stadträten ihren Verein und das pädagogische Konzept für die künftige Einrichtung vor. Mit dem CJD wurde bereits die Vergabe-ABM beim Projekt Treppe am Teichplatz erfolgreich realisiert.
Nach dem Grundsatzbeschluss der Stadträte für eine Kindertageseinrichtung im Wirtschaftszentrum kann die Stadtverwaltung nun in verbindlichere Gespräche mit dem CJD, den Fördermittelstellen und dem Sozialministerium treten.


Sanierungsprojekt „Kaufhaus am Markt“

Das Nutzungskonzept für das „Kaufhaus am Markt“ – an dem sich auch die künftige Gestaltung des Hauses orientiert – liegt nun vor und wurde vom Stadtrat beschlossen.
Bürgermeister Prof. Dr. Lothar Ungerer gab einen kurzen Abriss zur Historie des Gebäudes, bevor die Nutzungen im Einzelnen vorgestellt wurden. Nach dem Abriss der Altsubstanz im März 1977 wurde am 24. Mai 1979 das Kaufhaus eröffnet. Nach 1990 war die Lage des Grundstückes unter anderem durch verschiedene Rückführungsansprüche und eine schwierigen Brandschutzsituation so problematisch, dass viele Projekte scheiterten. Im August 2006 erfolgte schließlich die Eigentumsübertragung an die Stadt Meerane, im September 2007 wurden nach dem Beschluss des Stadtrates Arbeiten zur Entkernung in Angriff genommen.
Das Nutzungskonzept stellte Ralf Michel vom Bauplanungs- und Bausachverständigenbüro LIST & PARTNER vor. So werden im Erdgeschoss zwei Gewerbeeinheiten entstehen sowie im Dachgeschoss Gewerberäume für eine Praxis. Das 1. und 2. Obergeschoss werden als Ausstellungsflächen genutzt, unter anderem für die Dauerausstellung zum Komponisten Werner Bochmann, die derzeit durch die Stadt Meerane vorbereitet wird.
Nach der künftigen Nutzung des Gebäudes wird die räumliche Aufteilung im Inneren gestaltet, ebenso Zugänge wie Treppen und Fahrstuhl. Bei der Fassadengestaltung stimmten die Stadträte einem Entwurf zu, bei dem die bisher vorhandenen Fenster in der Größe so verändert werden, dass sie zum einen ein harmonischeres Gesamtbild geben und zum anderen auch zur Fenstergestaltung des gegenüberliegenden Gebäudes der neuen Bibliothek passen. Optisch angepasst an das Gebäude der Bibliothek wird das ehemalige Kaufhaus besonders durch das neu aufgesetzte Obergeschoss und ein Türmchen. Zum Farbkonzept wird man sich zu einem späteren Zeitpunkt verbindlich verständigen.

Entwurf zur Gestaltung des ehemaligen Kaufhauses am Markt für den Stadtratsbeschluss.
Visualisierung/copyright: LIST & PARTNER


Geschäftsordnung und Eröffnungsbilanz des Eigenbetriebes „Meeraner
Stadttechnik

Die Geschäftsordnung und die Eröffnungsbilanz des Eigenbetriebes „Meeraner Stadttechnik “ lagen den Stadträten vor. Geschäftsführerin Angela Götze erläuterte dazu kurz einige Besonderheiten. Beiden Beschlussvorlagen stimmte der Stadtrat einstimmig zu.


Wahl der Mitglieder des Gemeindewahlausschusses

Auf der Tagesordnung stand weiterhin die Wahl der Mitglieder des Gemeindewahlausschusses für die Bürgermeister-, Landrats- und Kreistagswahl am 8. Juni 2008. Für die Besetzung des Gemeindewahlausschusses, welchem die Leitung der Wahl und die Feststellung der Wahlergebnisse obliegt, hat die Verwaltung Vorschläge unterbreitet. Die Stadträte stimmten diesen einstimmig zu.


Widmung des Verbindungsweges zwischen Stadionallee und Schmiederstraße

Die Zufahrt von der Schmiederstraße bzw. von der Stadionallee zur Garagenanlage Stadionallee wird nicht nur von den Garageneigentümern genutzt, sondern dient auch einer breiten Öffentlichkeit als günstige fußläufige Verbindung zwischen Schmiederstraße und Stadionallee.
Da ein öffentliches Interesse für die Nutzung des Verbindungsweges gegeben ist, beschlossen die Stadträte die Widmung des Weges als beschränkt-öffentlicher Gehweg und die Übernahme in das Straßenbestandsverzeichnis. Der Weg soll künftig den Namen „Schmiederweg“ tragen.


Entwicklung Bahngelände

Zur derzeitigen Situation um die Entwicklung des Bahngeländes gab Bürgermeister Prof. Dr. Lothar Ungerer einen Sachstandsbericht.
Die Verhandlungen zum Bahnhof und Bahngelände, auf dem künftig eine Schnittstelle (Bus, Bahn) für den öffentlichen Personenverkehr entstehen soll, gestalten sich nach wie vor schwierig, da die Verwaltung mit den verschiedenen Gesellschaften der Bahn (darunter DB Services Immobilien GmbH, DB Station und Service, DB Netz AG, DB Projektbau GmbH) in Gesprächen ist.
Ein Problem dabei stellt die notwendige Entwidmung der Flächen des Bahngeländes, die vorab erfolgen muss. So kann z.B. das Gebäude, das derzeit durch den Fahrdienstleiter besetzt ist, nicht entwidmet werden, solang dieses noch in Betrieb ist.
Die Planungen für Meerane sehen derzeit wieder einen „Bahnhof“ mit 2 Gleisen vor, nachdem einige Zeit ein „Haltepunkt“ mit nur einem Gleis favorisiert wurde, informierte der Bürgermeister.
Ein Kaufangebot von Seiten der DB Service Immobilien für den Bahnhof liegt bei der Stadt jetzt vor. Die Stadt plant den Abriss des Gebäudes, zuvor soll jedoch bei einem „Tag der offenen Tür“ die Öffentlichkeit die Möglichkeit haben, sich über den Zustand des Gebäudes zu informieren.
Prof. Ungerer hofft weiterhin auf zügige Aussagen zur Streckenertüchtigung. Meerane ist ein Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung von Aachen bis Dresden. Ertüchtigt werden muss noch das Teilstück zwischen Gößnitz und Glauchau-Schönbörnchen.


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