Ortschronisten überreichen „Zeittafeln“ an die Bibliothek
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Ortschronisten“ des Meeraner Bürgervereins waren im Februar 2008 gemeinsam mit dem MBV-Vorsitzenden Ernst Häusler zu Gast in der Stadtbibliothek und überreichten je zwei Exemplare der drei bisher erschienenen Ausgaben der „Meeraner Zeittafeln“ (1930 bis 1949, 1950 bis 1969 und 1970 bis 1989) an Bürgermeister Prof. Dr. Lothar Ungerer und die Leiterin der Bibliothek Angelika Albrecht.
(Bild rechts: MBV-Vorsitzender Ernst Häusler, Bürgermeister Prof. Dr. Lothar Ungerer (v.r.) und Mitglieder der Arbeitsgruppe Ortschronisten.)
Die Bücher sind ein Dankeschön an die Stadtverwaltung, erklärten die Mitglieder der Arbeitsgruppe, und stehen nun den Meeraner Leserinnen und Lesern zur Verfügung. Insbesondere Schüler nutzen die Chroniken gern, berichtet Angelika Albrecht. Da bisher jeweils nur ein Exemplar zur Verfügung stand, waren die „Zeittafeln“ oft vergriffen.
„Daher freuen wir uns riesig über Ihr Buchgeschenk, herzlichen Dank dafür“, sagte Angelika Albrecht.
Die Arbeitsgruppe Meeraner Ortschronisten gibt es seit 1992. Liselotte Miller, Christine Bachmann und Alfred Eckhard gehören zu den Gründern, derzeit arbeiten zehn engagierte und an der Geschichte interessierte Meeraner mit. Im Moment entsteht die vierte Ausgabe der „Zeittafel“, die die Ereignisse ab 1990 widerspiegeln wird. Als gebürtige Meeraner können die Mitglieder der Ortschronisten viele eigene Erinnerungen einfließen lassen, doch gibt es insbesondere für die Jahre nach der Wende sehr viel Material, so dass die Auswahl schwierig ist, berichten sie.
Ekkehard Jansche (Bild unten, links) hatte für die Übergabe der Bücher ein Gedicht vorbereitet. In diesem hieß es unter anderem:
„...
60 Jahre sind eine lange Zeit,
für die unsere Zeit hält bereit
viele Geschehnisse und Fakten,
die wir konnten eintakten
zum Geschehen in diesen Jahren.
Der Leser wird es selbst erfahren.
Unsere Bücher werden uns überleben,
werden der Nachwelt Zeugnis geben
von einer längst vergangenen Zeit,
die dann wird schon sehr weit
in der Geschichte liegen zurück.
Unsere Bücher berichten von Sorgen und Glück.
Mit den übergebenen drei Bänden
wird die Geschichte der Stadt nicht enden.
Weitere Bücher werden noch geschrieben,
weil wir unsere interessante Arbeit lieben.
Viel Material liegt schon bereit,
es zu ordnen braucht aber seine Zeit.“
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