Peguform ist einer der führenden Kunststoffverarbeiter Europas mit namhaften Kunden aus der Automobilindustrie. Das Unternehmen liefert weltweit Kunststoffteile sowie komplette Systeme und Module für den Innen- und Außenbereich von Fahrzeugen, wie zum Beispiel Türverkleidungen und Cockpits oder Stoßfängerverkleidungen und Spoiler. Roland Klug, Werkleiter von Peguform in Meerane, informiert über die zukünftigen Perspektiven des Werkes: „Wir produzieren in Meerane für verschiedene Kunden überwiegend Produkte für den Innenraum. Bisher hat Peguform an BMW nur Exterieur-Produkte geliefert. Es ist uns nun gelungen, von BMW den ersten Auftrag für unsere Innenraumprodukte zu bekommen. Hintergrund dafür ist, dass BMW aufgrund des Erfolgs mit dem 1er BMW deutlich mehr Kapazitäten benötigt, als anfangs geplant. Das war unsere Chance, im Herbst 2007 den Zuschlag für die Produktion der Instrumententafeln für das BMW-Werk in Leipzig zu erhalten. |
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| An dieser Linie wird bei Peguform Meerane die Instrumententafel für den 1er-BMW montiert. | ||
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| Die neue 3200-Tonnen-Spritzgussanlage ist die größte im Meeraner Werk. Fotos: Peguform | ||
Uns hat das natürlich sehr gefreut. Schwierig war allerdings von Anfang an die extreme Kurzfristigkeit des Projektes. Vom Auftrag bis zum Start der Serienproduktion hatten wir gerade mal sechs Monate Zeit – ein extrem enger Terminplan war notwendig. Zumal wir zu diesem Zeitpunkt in unserem Werk weder den Platz für die benötigte neue Fertigungslinie noch die entsprechenden Lagerkapazitäten hatten. Das musste alles in diesem halben Jahr organisiert werden. Sonst hat man häufig mehrere Jahre Zeit, einen solchen Produktionsanlauf vorzubereiten. Aber dank der überdurchschnittlichen Einsatzbereitschaft der Meeraner Mitarbeiter und durch Mitwirkung der Zentrale, sowie dem Schwesterwerk Neustadt in Bayern ist das Projekt trotz der schwierigen Voraussetzungen gelungen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete auch die unkomplizierte Unterstützung der Stadt Meerane in verwaltungstechnischen Fragen.“ Ursprünglich war vereinbart, dass von März bis Juni 2008 100 Stück Instrumententafeln pro Tag geliefert werden. Schon in der zweiten Produktionswoche kam jedoch die Anfrage an das Meeraner Werk, ob das Volumen nicht verdoppelt werden kann. Das wurde ab Anfang April auch umgesetzt und inzwischen ist fest vereinbart, dass ab Juni für 350 Fahrzeuge täglich geliefert wird. Mit anderen Worten, Peguform Meerane hat seit Beginn der Serienproduktion das Volumen mehr als verdreifacht und ab Herbst werden es wohl 400 Stück täglich sein, eventuell auch noch mehr. Roland Klug : “Über diesen Erfolg freuen wir uns zusammen mit unseren Kunden sehr. Besonders stolz sind wir auch darauf, dass wir damit in Meerane 40 neue Arbeitsplätze schaffen konnten. In Summe beschäftigen wir jetzt 250 Menschen an diesem Standort. Das ist doch ein schönes Ergebnis.“ Dieser Erfolg ist nicht zuletzt das Resultat guter Teamarbeit. „Die Kooperationsbereitschaft in diesem Projekt war schon beeindruckend. Von Beginn an wurde von allen Beteiligten großer Wert auf die Einhaltung des Terminplans gelegt. Die Zusammenarbeit zwischen der Entwicklung, dem Vertrieb, den Projektingenieuren und den Produktionsspezialisten aus unserer Zentrale sowie den verschiedenen Peguform-Werken war wirklich hervorragend. Die für den Produktionsanlauf nötigen Maschinen und Anlagen mussten schnellstmöglich bestellt, Werkzeuge produziert und die entsprechenden Prozesse vor Ort in Meerane umgesetzt werden. Hinzu kamen die Planung und der Bau der Logistikhalle. Dafür brauchten wir schlanke Abläufe und kurze Entscheidungswege, sowohl bei Peguform als auch beim Kunden. Keine leichte Aufgabe, aber wir haben es punktgenau geschafft. Ich bin sicher, dass sich unsere Investitionen und die Schaffung der Arbeitsplätze gelohnt haben, und sich auch zukünftig positiv auf unsere Region auswirken werden“, erläutert Roland Klug . Zur Peguform-Gruppe mit Hauptsitz in Bötzingen bei Freiburg gehören mehrere Standorte in Deutschland, Tschechien, Spanien, Brasilien und Mexiko sowie Joint Ventures in Spanien, Portugal und China. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2007 mit rund 7.000 Beschäftigten einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. |
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