„Olympia ruft – wir reden mit“
Erfolgreiches Eislaufpaar zu Gast in der Friedrich-Engels-Schule - Olympisches Schulsportfest
Große Aufregung herrschte am 17. Juni 2008 in der Meeraner Friedrich-Engels-Schule. An diesem Tag wurde mit dem erfolgreichen Eislaufpaar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy weltmeisterlicher Besuch in der Grundschule begrüßt.
Zum Auftakt des fächerverbindenden Unterrichtes unter dem Motto „Olympia ruft – wir reden mit“ stellten sich die beiden Sportler und Trainer Ingo Steuer den vielen neugierigen Fragen der Mädchen und Jungen. Organisiert hatte dies der Vati eines Schülers.
Die Kinder hatten zuvor die Turnhalle der Schule farbenfroh geschmückt, mit den olympischen Ringen, Bildern, Fahnen und Wimpeln. Außerdem wurden im Vorfeld viele Fragen vorbereitet, die sich um die Themen Olympia und Sport drehten, denn die Schüler wussten zwar, dass bekannte Sportler zu ihnen kommen werden, aber nicht, wer das sein würde.
Mit einem kleinen Film über das Eislaufpaar, der unter anderem ihre Kür zur Weltmeisterschaft in Göteborg zeigte, wurde auf den Besuch von Aljona Savchenko und Robin Szolkowy eingestimmt. Dann wurden die Gäste lautstark in der Turnhalle begrüßt. Zwischen zwei Trainingseinheiten hatten sich die Sportler und ihr Trainer über Mittag Zeit für die Kinder genommen.
Nach der Begrüßung durch Axel Lorenz, der als Moderator durch die Fragestunde führte, wurden die Gäste mit den Fragen bestürmt: „Wie lange trainieren Sie täglich?“, „Warum haben Sie sich für Ihren Sport entschieden?", „Wann haben Sie damit angefangen?“, „Hatten Sie schon mal Muskelkater?“, „Was ist das Schönste am Erfolg?“, „Was war Ihr schönster Wettkampf?“ und „Was ist Ihr größtes Ziel?“.
Aljona hat bereits mit drei Jahren mit dem Eis laufen begonnen, Robin mit vier. „Das war Zufall. Mit meiner Mutter habe ich beim Eis laufen vorbeigeschaut, es hat mir Spaß gemacht und ich bin dabei geblieben“, erzählte er. Inzwischen ist der Tag der beiden Sportler mit Training vollgepackt. „Das Training geht von 9 Uhr bis zum Mittag und nach der Mittagspause bei Euch geht es weiter. Manchmal geht es aber auch schon 6 Uhr morgens los“, sagte Trainer Ingo Steuer.
Der schönste Wettkampf war für Aljona der erste Europameistertitel 2007. In diesem Jahr haben die beiden Chemnitzer in Göteburg ihren ersten Weltmeistertitel gewonnen. Das größte Ziel sind nun die Olympischen Spiele 2010. „Dort wollen wir nicht nur mitlaufen, sondern ganz oben stehen“, bekräftigte Robin. Und das Schönste am Erfolg, sagte Trainer Ingo Steuer, ist der Lohn für die harte und lange Trainingsarbeit. Das sind Dinge, die man sich nicht kaufen, sondern nur erarbeiten kann.
Auf die Frage, was es für ein Gefühl ist, wenn man zum Wettkampf fährt, antwortete Robin: „Das ist bestimmt vergleichbar mit dem Gefühl, was ihr habt, wenn ihr einen Vortrag vor der Klasse halten müsst. Wenn man vor vielen Leuten steht, rutscht schon einmal das Herz in die Hose, aber dann ist man auch sehr stolz und man möchte zeigen, was man kann.“ 
Aber nicht nur um den Sport drehten sich die Fragen der Kinder: „Welche Hobbys haben Sie außer Ihrem Sport?“, „Waren Sie gut in der Schule?“, „Was essen Sie gern?“, „Bleibt noch Zeit für die Familie?“ und „Mögen Sie Eis am Stil?“. Eis mag er sehr gern, sagte Robin, einmal im Monat kann es auch ein großer Eis becher sein. Aljona hingegen hält sich hier ein wenig zurück. Viel zu schnell ging die Stunde vorbei. Nach einem Abschlussfoto mit allen Schülern ging es für Sportler und Trainer zurück nach Chemnitz.
Nach diesem gelungenen Auftakt drehte sich in der Friedrich-Engels-Schule auch in den folgenden Tagen alles um Olympia 2008. „Alle Schüler haben sich unter Anleitung der Lehrer intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Sie haben sich mit China und der Kultur des Landes auseinander gesetzt und auch die historische Entwicklung der Spiele unter die Lupe genommen“, sagte Schulleiterin Ulrike Brüstel.
Weitere erfolgreiche Sportler waren zu Gast in der Schule – Schwimmer Stev Theloke, Turner Jens Übel und Leichtathlet Heiko Schinkitz vom Olympiastützpunkt Chemnitz. „Unser Anliegen war es, mit den Gästen unseren Kindern die olympische Grundidee des Fairplay als Lebensmotto nahe zu bringen. Wir hoffen, die Kinder dazu motiviert zu haben. Auf jeden Fall ist es gelungen, sie zu begeistern“, so Ulrike Brüstel.
Das zeigte sich besonders beim Schulsportfest am 27. Juni 2008. Zum Abschluss der Olympischen Wochen stand dieses Sportfest natürlich unter dem Motto „Olympische Spiele“. Auftakt war der farbenfrohe Einmarsch aller Klassen – die die verschiedenen Nationen darstellten - ins Stadion, lautstark begrüßt von vielen Eltern und Gästen. Auch der olympische Fackellauf mit Entzündung der Flamme, der Einmarsch der Olympischen Flagge und der Olympische Eid fehlten nicht.
Begleitet von einem chinesischen Lied wurde gemeinsam die Erwärmung durchgeführt und eine chinesische Kung-Fu-Lehrerin zeigte ihr Können. Diese hatte im Rahmen des fächerverbindenden Unterrichtes auch mit jeder Klasse eine Kung-Fu-Übungsstunde durchgeführt.
Mit einem Auftritt der 4. Klassen und dem Schullied der Engels-Schule wurde die Eröffnungsfeier abgeschlossen und die Wettkämpfe konnten beginnen.
Zuerst traten beim Staffellauf die einzelnen Klassenstufen gegeneinander an, angefeuert von den Schülern und allen Gästen. Danach begannen verschiedene Wettbewerbe für die Mädchen und Jungen, aber auch für die Eltern und Gäste. So traten drei Elternstaffeln im Staffellauf gegeneinander an, der Trimm-Dich-Pfad im Schulgelände wurde eingeweiht und an verschiedenen Stationen mit Geschicklichkeits- und Fitness-Wettbewerben konnten sich Schüler, Eltern und Gäste ausprobieren. Der Spaß kam dabei natürlich nicht zu kurz, so wurden auch die Besten im Wasserbecherlauf und Besenweitwurf gesucht. Für die Fußball-Fans gab es ein Torwandschießen und im Rahmenprogramm stellten sich die Mädchen vom Tanzboden e.V. vor.
Als Herausforderung für die Mädchen und Jungen und auch einige Muttis und Vatis stand noch ein 15-Minuten-Ausdauerlauf an, den 73 Schüler absolviert haben, wie die Schulleiterin berichtet. Ulrike Brüstel dankte zum Abschluss allen Kolleginnen, Eltern und Helfern für die Unterstützung des Projektes sowie allen Helfern und Sponsoren, die sich für den Trimm-Dich-Pfad engagiert hatten.
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