Aktuelles (14.10.2008)

 


Staatsminister Prof. Dr. Georg Unland besucht Meeraner Dampfkesselbau

Prof. Dr. Georg Unland, sächsischer Staatsminister für Finanzen, war am 10. Oktober 2008 gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Prof. Gunter Bolick zu Gast in der Meeraner Dampfkesselbau GmbH und wurde hier von den Geschäftsführern Bernd Klein und Ullrich Nitzsche und von Bürgermeister Prof. Dr. Lothar Ungerer begrüßt.
Foto: Bernd Klein und Ullrich Nitzsche, Geschäftsführer der Meeraner Dampfkesselbau GmbH, Minister Prof. Dr. Georg Unland und seine Gattin Renate, Prof. Gunter Bolick und Bürgermeister Prof. Dr. Lothar Ungerer (v.l.n.r.).

Prof. Dr. Unland bereiste an diesem Tag den neuen Landkreis Zwickau. Weitere Stationen waren das Waldenburger Schloss, das Daetz-Centrum in Lichtenstein und die Berufsakademie in Glauchau. „Wenn ich in meinem Wahlkreis Beispiele für gute Wirtschaftsentwicklung zeigen will, ist Meerane dafür prädestiniert. Hier spürt man, dass Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen“, begründete Prof. Gunter Bolick den Wirtschaftsbesuch in Meerane. „Im Meeraner Dampfkesselbau war ich bereits mehrfach zu Gast und freue mich über die hervorragende Fortentwicklung des Unternehmens“, ergänzte er.

Bürgermeister Prof. Dr. Lothar Ungerer stellte zu Beginn der Gesprächsrunde die Stadt Meerane und ihre wirtschaftliche Entwicklung mit den Schwerpunkten Kfz-Zulieferindustrie, Maschinen- und Anlagenbau sowie unternehmensnahe Dienstleistungen vor. Ullrich Nitzsche und Bernd Klein informierten den Minister über die erfolgreiche Entwicklung des Meeraner Dampfkesselbaus, der in den vergangenen Jahren eine schwierige Zeit erfolgreich gemeistert hat.

Von 1993 bis 2002 gehörte die Meeraner Dampfkesselbau GmbH als eigenständiges Unternehmen dem Konzernverbund der Babcock-Borsig-Gruppe an und geriet mit dem Mutterkonzern unverschuldet in Insolvenz. Als privat geführtes Unternehmen wurde ab 2003 die langjährige Kesselbautradition in Meerane fortgeführt. Als erstes Unternehmen in Sachsen wurde ein Insolvenzplanverfahren in Angriff genommen, das bereits im September 2005 erfolgreich beendet werden konnte. Seit Juli 2007 ist die Meeraner Dampfkesselbau GmbH ein Unternehmen des Hitachi Konzerns. Der Kraftwerksbauer Hitachi Power Europe GmbH (HPE) mit Sitz in Duisburg übernahm die Mehrheit an dem traditionsreichen Meeraner Unternehmen.
Die Zahl der Mitarbeiter ist von rund 100 im Jahr 2003 auf inzwischen 180 angestiegen, in den Bau einer neuen Fertigungshalle und in neue Ausrüstung wurde kräftig investiert, die Auftragslage ist sehr gut, informierten die Geschäftsführer. „Der Meeraner Dampfkesselbau war und ist bekannt für Qualität und Termintreue“, bekräftigt Ullrich Nitzsche.

Bei Prof. Dr. Unland, der vor seinem Amtsantritt als Finanzminister Rektor der Technischen Universität Bergakademie Freiberg war und zuvor viele Jahr die Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik führte, stießen die Ausführungen der beiden Geschäftsführer auf sehr großes Interesse. Zur aktuellen Entwicklung im Bereich Kraftwerksbau und der Herstellung von Kraftwerkskomponenten gab es einen regen Gedankenaustausch zwischen den Fachleuten.
Das Leistungsspektrum des Meeraner Dampfkesselbaus umfasst unter anderem Dampferzeuger und Einzelkomponenten, Industriekessel, Überhitzer, Verbindungsrohre, Rohrleitungen am Kessel, Röhrenluftvorwärmer, Sammler, Membranrohrwände und Kühlschirme.

Bei einem Rundgang durch die Fertigungshallen zeigte sich Prof. Dr. Unland sehr beeindruckt und außerordentlich interessiert. Besichtigt wurden auch die zahlreichen Arbeitsplätze für die Schweißer-Ausbildung, die für ihre hervorragende Qualität bekannt ist.
Zahlreiche Montagefirmen und auch die Arbeitsagentur nutzen die Schweißer-Ausbildung im Meeraner Dampfkesselbau. Mit derzeit elf Auszubildenden setzt das Unternehmen auch auf den eigenen Nachwuchs.

Zum Abschluss des Besuches trug sich Prof. Dr. Unland in das Goldene Buch der Stadt Meerane ein (Foto links) und gab eine positive Prognose für die Stadt: „Im Freistaat gibt es derzeit 27 Gemeinden – das sind fünf Prozent aller Kommunen, die es wirtschaftlich geschafft haben, selbstversorgend sind. Meerane steht in der zweiten Linie und wird dies bald erreicht haben“, sagte er.

 


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