Aktuelles (30.01.2009)

 


In der Osterländer Volkszeitung OVZ sind am 29. und 30. Januar 2009 die folgenden Beiträge zum Leipzig-Altenburg-Airport erschienen, die wir mit freundlicher Genehmigung der Redaktion veröffentlichen.

Überraschender Auftrag - Flugplatz soll Thüringen vermarkten

(OVZ, 29.01.2009)

Erfurt/Altenburg (G.N.). Überraschender Geldsegen aus Erfurt für den Leipzig-Altenburg Airport: Wie das Verkehrsministerium gestern mitteilte, hat die Landesregierung auf ihrer Kabinettsitzung am Dienstag beschlossen, dass die Flugplatzgesellschaft künftig „Teile der Vermarktung des Freistaats Thüringen übernehmen soll“. Nach OVZ-Informationen ist damit auch die Zahlung von Marketing-Geldern verbunden, allerdings wurden bislang weder konkrete Summen noch Zeiträume genannt. Die Flugplatzgesellschaft sei nun erst einmal aufgefordert, ein Konzept für die Marketing-Initiativen vorzulegen, heißt es in der Pressemitteilung. Allerdings machte Verkehrsminister Gerold Wucherpfennig (CDU), der den Vorschlag ins Kabinett einbrachte, bereits deutlich, in welche Richtung die neuen Marketing-Initiativen des Flugplatzes gehen sollen: Die Perspektiven des Platzes hätten sich durch die Aufnahme der neuen Edinburgh-Linie in den Sommerflugplan von Ryanair deutlich verbessert. „Die Landesregierung verspricht sich hiervon nicht nur eine Erhöhung der Standortattraktivität, sondern auch Impulse für Wirtschaft und Fremdenverkehr. Leipzig-Altenburg ist nicht nur für das Altenburger Land von besonderer Bedeutung, sondern für den Freistaat insgesamt.“ Flughafen-Chef Jürgen Grahmann zeigte sich hoch zufrieden: „Ich freue mich sehr, dass die Landesregierung den Vorschlag aufgreift, aus dem Passagierpotenzial unserer drei Linien nach London, Barcelona und Edinburgh mehr für den Thüringer Tourismus herauszuholen. Wir werden zusammen mit der Thüringer Tourismusgesellschaft jetzt schnell entsprechende Vorschläge machen.“


Airport wird größer - Nobitzer Flugplatzgesellschaft kauft 48 000 Quadratmeter neben der Rollbahn
(OVZ, 30.01.2009)

Nobitz (K.W.). Der Leipzig-Altenburg Airport ist ein Stück größer geworden. Die Flugplatzgesellschaft hat ein etwa 48 000 Quadratmeter großes Gelände erworben, um künftige Starts der Ryanair-Maschinen zu erleichtern. Das Wiesen-Grundstück befindet sich neben dem sogenannten Rollbahn-Ende 04 bei Niederleupten. „Es wird benötigt, um den alten Rollweg wieder in Betrieb nehmen zu können“, erklärt Flughafen-Geschäftsführer Jürgen Grahmann. Denn die frühere Route, die die Flugzeuge einst auf dem Weg zur Startbahn nahmen, ist lange Zeit nicht zu gebrauchen gewesen – die Airport-Grundstücksgrenze war zu dicht herangerückt. Der Alternativ-Rollweg jedoch ist ein Provisorium: Er führt rund 400 Meter weiter vorn auf die Startbahn, lässt damit ein langes Stück Piste aus und zwingt die Maschinen, direkt auf der Rollbahn zu drehen. Damit soll nun bald Schluss sein. „Der Grundstückserwerb steht im Zusammenhang mit der für Herbst dieses Jahres geplanten Sanierung des Bahn-Endes 04“, sagt Grahmann. „Und dann wird auch der frühere Rollweg wieder genutzt, da dann die vorgeschriebenen 26 Meter Mindestabstand bis zum Zaun eingehalten sind.“ Gekauft wurde das Zusatz-Areal laut Grahmann von einer privaten Erbengemeinschaft aus Nobitz und Köln, nachdem man sich in langen Verhandlungen auf „einen marktüblichen Preis“ geeinigt habe. Die Investition sei als notwendige Flugbetriebsfläche vom Land Thüringen gefördert worden. Benötigt werde die Errungenschaft allerdings nur bei sechs Prozent aller Flugzeugstarts – bei entsprechender Windrichtung. Alle anderen Starts erfolgen aus Richtung Sachsen.

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