Aktuelles (27.08.2009)

 

Die Sächsische Ausländerbeauftragte

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Dresden, 25. August 2009

PRESSEMITTEILUNG

Bei „Heimreise statt Einreise“ würden in Sachsen allein 800 Ärzte fehlen

Zu den kurz vor der Landtagswahl verstärkten ausländerfeindlichen Wahlbotschaften erklärt die Sächsische Ausländerbeauftragte Friederike de Haas MdL:

Die sächsischen Bürger zeichnen sich dadurch aus, dass sie überlegt handeln.

Würden Sachsen allein nach der Hassparole „Heimreise statt Einreise“ wählen und handeln, so müsste jeder neunte Arzt seinen Arbeitsplatz in sächsischen Krankenhäusern verlassen. Über 800 ausländische Ärzte würden uns mit einem Schlag fehlen.

Jeder vierte sächsische Unternehmer besitzt eine ausländische Staatsangehörigkeit. Zögen sich diese Unternehmen aus Sachsen zurück, so könne man sich bei den Hassplakatieren bedanken. „Scheenen Dank auch NPD“ würde wahrscheinlich der waschechte Sachse formulieren.

Auch die sächsische Kunst- und Kulturlandschaft leidet unter der groß gedruckten Botschaft „Ausländer raus“. Wer diese Aufforderung ernst nimmt, der fängt auch an, Mitbürger zu bedrohen, zu verjagen und zu verletzten.
Das gute Verhältnis zu den hier lebenden Ausländerinnen und Ausländern, unseren Nachbarn und Touristen darf nicht durch aggressiven Wahlkampf von einzelnen zu Lasten aller Sachsen geschädigt werden.

Friederike de Hass begrüßt jedes Engagement auf dem Boden des Rechtsstaates, das geistreich gegen den plakatierten Hass an den Laternen Stellung bezieht. Wenn Gesetze nicht greifen, dann sind aktive Aufklärung und deutliche Gegenzeichen die richtige Antwort auf platte dreiste Plakate, die Wähler mit Schlagworten wie Überfremdung, Kriminalität oder Arbeit nur für Deutsche ködern möchten.

Friederike de Haas bittet die sächsischen Bürgerinnen und Bürger, sich intensiv mit den politischen Zielen der Parteien zur Landtagswahl auseinanderzusetzen. „Prüfen Sie die Parteien im Hinblick auf das bürgerschaftliche Klima, auf die Integration von hier lebenden Ausländern und auf fremdenfeindliche Signale, die Sachsen schaden.“

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