Die Friedenstaube ist wieder in Lörrach: Petra Sauer, Schulleiterin der Hellbergschule Lörrach,
Lörrachs Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm,
Rosemarie Lorenz und Antje Ungerer, Lehrerinnen der Meeraner Tännichtschule und Rebecca Klukas, Schulsozialarbeiterin der Tännichtschule und Vertreterin der Stadtverwaltung Meerane (v.l.n.r.).
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Lörrach. Seit 2008 flog die Lörracher Friedenstaube von Partnerstadt zu Partnerstadt und regte insbesondere junge Menschen zur Auseinandersetzung mit den Menschenrechten an. Jetzt hat sie ihre Mission beendet und kam mit einer Schülergruppe der Tännichtschule aus Meerane zurück nach Lörrach. In einer Feierstunde in der Hellbergschule übergab die Lehrerin Antje Ungerer auch im Namen der Stadt Meerane den glänzenden Vogel zurück an Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm.
An der Tännichtschule beschäftigten sich die Schüler mit den Menschenrechten im Nationalsozialismus. Sie befragten Zeitzeugen, bereisten das Vernichtungslager in Auschwitz und präsentierten ihre Gedanken im Stadtrat. Die Friedenstaube war Thema an der Eröffnung der Anne-Frank-Ausstellung, einem Projekt der Tännichtschule und des Europäischen Gymnasiums Meerane. Sie stand auf dem Grab der jüdischen Familie Wertheim in Meerane und erinnerte dort an die beiden Familienmitglieder, die durch die Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus ums Leben gekommen waren.
Die Gäste aus Meerane waren begeistert von ihrem Aufenthalt in Lörrach. Die Gitarrenspieler und Sänger der Tännichtschule zeigten bei der Feierstunde ihr musikalisches Können und die Theatergruppe der Hellbergschule spielte Szenen, die zum Nachdenken anregten. Die Delegation aus Meerane überreichte zum Dank ein junges Apfelbäumchen an die Hellbergschule. Es sei ein zartes Pflänzchen, das erste Früchte durch Begegnung zeige, so die Gäste. Petra Sauer, die Leiterin der Hellbergschule versprach, das Pflänzchen zu hegen und zu pflegen, wie die Schulpartnerschaft, die die Friedenstaube ins Leben gerufen habe.
Anstoß für das Gesamtprojekt „Friedenstaube“ gab der Künstler Richard Hillinger, der 2008 anlässlich des 60. Jahrestags der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen 30 Friedenstauben anfertigte, um die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zu illustrieren. Die Friedenstauben sollten in die Welt ausschwärmen und auf das Thema Menschenrechte aufmerksam machen. Lörrach war eine von 30 Städten, die eine Friedenstaube auf den Weg schickte.
Lörrach, den 11. Juni 2010
Eine Pressemitteilung der Stadtverwaltung Lörrach
Foto: Stadt Lörrach
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