Aktuelles (20.08.2010)

 

„Garten am Alten Rathaus“ im Entstehen

Hinter dem Alten Rathaus am Markt, zwischen Marienstraße und August-Bebel-Straße, entsteht gegenwärtig ein Garten und damit eine weitere Grünanlage für die Meeraner Innenstadt.
Wie Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer informiert, wird mit dieser Baumaßnahme der letzte Mosaikstein in der Umgestaltung der Meeraner Innenstadt gesetzt. „Nach dem Abbruch der alten, eingefallenen und überaus maroden Bausubstanz in der Marienstraße und in der August-Bebel-Straße realisieren wir eine Planung mit drei Elementen: Entlang der Marienstraße entstehen Stellplätze für Pkw, die angrenzende Fläche bis zur August-Bebel-Straße wird als „Garten am Alten Rathaus“ entwickelt und die rückwärtige Wand des Rathaus-Anbaus wird mit einer Begrünung und einem französischem Balkon als Blickfang gestaltet“, erklärt der Bürgermeister.
Der „Garten am Alten Rathaus“ dient als innerstädtische Grünfläche und lädt zum Verweilen ein. In seiner Struktur wird er dem Staudengarten an der Leipziger Straße angeglichen.
„Hier entsteht weiterhin eine Fußverbindung zwischen Marienstraße und August-Bebel-Straße, die bereits historisch als Gasse bestand. Damit entwickelt sich auch eine neue Sichtachse von der Friedrichstraße bis zum Areal des Simmel-Einkaufsmarktes“, ergänzt Professor Dr. Ungerer.

Durch den Abbruch der Gebäude an der August-Bebel-Straße wurde der Anbau an das Alte Rathaus sichtbar. Beibehalten wurden die vergitterten Fensterelemente der ehemaligen „Feste“, die sich in diesem Anbau befindet. Zum Vorschein kam aber auch überraschenderweise eine ehemalige Tür im ersten Obergeschoss, die jetzt neu als bodentiefes Fenster gestaltet wird, umrahmt mit Naturstein.
Gestalterisch wird ein Teil der Rückwand des Rathaus-Anbaus begrünt, zu diesem Zweck wurde dort ein grober Außenputz angebracht. Die Kletterpflanzen werden in den Garten integriert.
Das neue bodentiefe Fenster öffnet den Blick in die historische Bibliothek, die sich in diesem Bereich des Gebäudes befindet.
Bürgermeister Professor Dr. Ungerer: „Das Fenster wird als sogenannter ‚französischer Balkon‘ gestaltet, in dem von außen ein Balkongeländer angebracht wird. Dieses ist nicht irgendein Balkongeländer, sondern das Geländer, das den französischen Balkon am ehemaligen Gebäude August-Bebel-Straße 61 im Eckbereich zierte.“
Die Stadt hatte den historischen Balkon beim Abbruch der „Höppnern“ - zu DDR-Zeiten eine in Meerane bekannte HO-Verkaufsstelle - gesichert. Das Balkongeländer wird gegenwärtig aufgearbeitet und in den nächsten Tagen angebracht.
„Städteplanerisch betrachtet korrespondiert der künftige ‚Garten am Alten Rathaus‘ mit dem Wilhelm-Wunderlich-Platz, der sich in seiner Gestaltung mit Pflaster und Gehwegplatten versiegelt präsentiert. So begegnen sich geöffnete Flächen mit klassischen urbanen Flächen auf kürzester Distanz, die beide auf ihre Art und Weise zum Verweilen einladen“, erklärt Professor Dr. Ungerer.
Betreut wird das Gesamtprojekt durch den Fachbereich Bauen der Stadtverwaltung.
Am Rande sei erwähnt, dass auch der durch den Abbruch des Gebäudes entfernte Briefkasten wieder einen Platz an der August-Bebel-Straße finden wird.

Entlang der Marienstraße entstehen Stellplätze für Pkw. Für den künftigen Garten wird derzeit das Gelände modelliert.
Marienstraße und August-Bebel-Straße verbindet künftig ein Fußweg durch den „Garten am Alten Rathaus“. Aus Richtung Friedrichstraße gibt eine neue Sichtachse den Blick zum Areal des Simmel-Einkaufsmarktes frei.
Am Rathaus-Anbau sieht man nun die drei vergitterten Fenster der „Feste“. Der Putz ist grob gehalten für eine Fassadenbegrünung. Die wiederentdeckte Tür, die nun als bodenlanges Fenster gestaltet ist und als Blickfang einen „französischen Balkon“ erhalten wird.
Die Gesamtansicht der rückwärtigen Rathaus-Anbaus. Blick vom künftigen "Garten am Alten Rathaus" zur Stadtbibliothek.
Das ehemalige Gebäude August-Bebel-Straße 61 mit dem französischen Balkon. Das Geländer des französischen Balkons wird gegenwärtig aufgearbeitet.
Gestaltet wird der „Garten am Alten Rathaus“ wie der Staudengarten an der Leipziger Straße.

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