Aktuelles (30.08.2010)

 

2000 Besucher sahen die IBUg 2010

Mit dem Eventwochenende vom 27. bis 29. August 2010 ging die IBUg2010 in der ehemaligen Palla Moritz-Ostwalt-Straße zu Ende. Rund 2000 Besucher schauten sich an den drei Tagen in den Räumen und Hallen der Industriebrache um, in denen Künstler aus Deutschland, Italien, der Schweiz, Polen und England in den vergangenen zwei Wochen gearbeitet hatten.
Für die IBUg-Organisatoren war die 5. Auflage der Industriebrachenumgestaltung damit wieder ein großer Erfolg. Die Künstler waren begeistert von der Industriebrache, die mit vielen auch kleineren Räumen und jeder Menge Maschinen und anderer Hinterlassenschaften viele Möglichkeiten für Graffiti-Gestaltungen, aber insbesondere auch für Installationen bot und zudem auch völlig „sauber“, also ohne Schmierereien war.
Die Organisatoren freuten sich über die zahlreichen Besucher und das große Interesse am Eventwochenende. „Die Besucherresonanz war beeindruckend, viel junges Publikum, und wie man an den Autokennzeichen sieht, auch viele auswärtige Gäste“, freute sich der Meeraner Graffiti-Künstler Jens Müller TASSO, der die IBUg vor 5 Jahren erstmals initiiert hat. Insbesondere auch das Rahmenprogramm mit Modenschauen, Filmvorführungen oder der interaktiven Performance „Open Wall“ kamen gut bei den Besuchern an.

Von den entstandenen Arbeiten der Künstler ist TASSO, der natürlich auch selbst bei der IBUg2010 am Werk war, sehr beeindruckt: „Mir gefallen die Arbeiten am besten, bei denen die Künstler mit dem Vorhandenen - mit der Architektur, den Räumen oder Materialien - spielen. Wenn man aufmerksam durch die Räume geht kann man viele kleine Details entdecken.“
„Sehr erfolgreich“, daher TASSOS Fazit der diesjährigen IBUg. „Wir hatten wieder so viele unterschiedliche Leute hier. Die IBUg ist so eine Art Sommercamp für Graffiti- und Street-Art-Künstler geworden, mit Kunst, Gesprächen, Party und Musik. Das ist ein einzigartiges Flair“, schwärmt er. Einziger Kritikpunkt: Das kalte und nasse Wetter. Doch davon ließen sich weder Künstler, noch Helfer oder Besucher beeindrucken. „Wir hatten wieder sehr viele Helfer und haben auch viel Unterstützung aus der Nachbarschaft bekommen. Die Leute haben keine Scheu, sprechen die Künstler einfach an, sind interessiert, das ist toll. Ich hoffe, dass wir damit auch mehr Verständnis für Kunst wecken können“, sagt Tasso. Ein großes Dankeschön möchte das IBUg-Team an alle richten, die die Veranstaltung unterstützt haben.

Nach der 5. Auflage der IBUg in Meerane sind die Organisatoren nun auf der Suche nach einer weiteren Brache für das nächste Jahr. Man möchte auf jeden Fall in der Region bleiben, sagen TASSO und auch Thomas Dietze, der seit 5 Jahren im Organisationsteam mitarbeitet. Vorstellbar ist die IBUg2011 in einer der umliegenden Städte wie Glauchau oder Gößnitz, aber auch in Meerane gibt es noch eine geeignete Brache. „Wir hoffen auf viele weitere Events in der Region, vielleicht kann die IBUg zwischen verschiedenen Städten pendeln, das wäre auch möglich“, sagen TASSO und Thomas Dietze.

Die ersten fünf Jahre Industriebrachenumgestaltung in Meerane sollen jetzt in einem Buchprojekt dokumentiert werden. Außerdem gibt es im Jahr 2011 eine Ausstellung in der Meeraner Galerie ART IN, bei der von den Künstlern gestaltete Leinwände gezeigt werden. Auch ein Film über die IBUg 2006 bis 2010 soll dort aufgeführt werden. Dafür ist das IBUg-Team noch auf der Suche nach Aufnahmen von der ersten IBUg in der Ifa-Brache am Merzenberg. Wer Filmmaterial zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich bei der Stadtverwaltung Meerane, Medienreferat, Tel. 03764 / 54 222, e-mail hoensch@meerane.eu , zu melden.

IBUg2010 - Graffitis und Installationen (1)

IBUg2010 - Graffitis und Installationen (2)

 
IBUg-Initiator TASSO und Sascha Schnabel vom IBUg-Team.
Künstler, Organisatoren und Helfer der IBUg2010.
Zur Pressekonferenz der IBUg am 26. August traf auch Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer David Smoler und Lewis Rapkin aus New York und unterhielt sich mit ihnen über ihre künstlerische Arbeit.


Gäste aus den USA auf der IBUg2010

David Smoler und Lewis Rapkin waren die am weitesten angereisten Gäste der IBUg2010 in Meerane. Die beiden Fotografen und Videofilmer aus New York City sind derzeit für ihre Arbeit zu einem Kultur-Feature „Streetart“, den sie für den deutsch-französischen Fernsehsender ARTE produzieren, unterwegs.
Über das Internet wurden sie auf den Meeraner Graffiti-Künstler TASSO und die IBUg aufmerksam. „Die beiden haben per Mail nach einem Interview gefragt und ich habe sie nach Meerane eingeladen. Von der IBUg waren sie begeistert“, erzählt TASSO.
Dem Besuch in Meerane schließt sich noch eine Woche Berlin an, dann kehren David Smoler und Lewis Rapkin zurück in die USA, um ihr gesammeltes Material zu sichten und zu verarbeiten. Beide sind in den vergangenen Jahren schon mehrmals in unterschiedlichen Regionen Deutschlands gewesen, um Kunstdokumentationen herzustellen. Das Hauptaugenmerk ihrer Film- und Fotoarbeiten liegt nach ihren Aussagen darin, das Kulturleben in Deutschland durch die Augen von US-Amerikanern zu sehen und zu dokumentieren.
Rund 2000 Gäste besuchten am Eventwochenende die IBUg2010.
Viele Besucher sahen die Modenschauen mit Modellen von Petra Lorenz (Meerane), Revdes (Berlin), Anne Ihm (Leipzig) und Guter Stoff (Weimar), die am Samstag- und Sonntagabend gezeigt wurden.
   

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