5 Jahre Europäisches Gymnasium Johann Heinrich Pestalozzi Meerane |
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Seit 5 Jahren besteht das Europäische Gymnasium Johann Heinrich Pestalozzi Meerane. Dieses kleine, aber wichtige Jubiläum, nahm die Schule in Trägerschaft des Vereins Europäisches Gymnasium Waldenburg zum Anlass, Schüler, Eltern, Freunde, Förderer und alle Interessenten am 18. September 2010 zu einer Feierstunde und einem anschließenden großen Schulfest einzuladen. Im Jahr 2005 hatten die ersten Schülerinnen und Schüler - damals in den Klassenstufen 5 und 6 – am Europäischen Gymnasium Johann Heinrich Pestalozzi Meerane begonnen. Nachdem das Auslaufen des Staatlichen Gymnasiums in dem altehrwürdigen Schulgebäude in der Pestalozzistraße feststand, hatte die Stadt Meerane mit dem Trägerverein Europäisches Gymnasium Waldenburg einen Partner gefunden, um die lange Tradition der gymnasialen Ausbildung in der Stadt Meerane fortzusetzen. Mit großem Erfolg, wie man sieht. Schulleiter Lutz Kohlschmidt, seit 2005 in Meerane tätig, begrüßte die Gäste zur Feierstunde in der Aula des Gymnasiums, darunter Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer, Dr. Gerd Stiehler, stellvertretender Geschäftsführer für Bildung und Planung des Trägervereins Europäisches Gymnasium Waldenburg, der Sprecher der Sächsischen Bildungsagentur Lutz Steinert, Mitglieder des Fördervereins der Schule und Meeraner Stadträte. Auch Lutz Kohlschmidt blickte zuerst einmal zurück. „Ich habe lange überlegt, wie ich meine Rede beginnen soll. Da fiel mir ein Satz ein, den ein Schüler des damaligen staatlichen Gymnasiums an die Wand eines Korridors geschrieben hatte ‚Wir waren eine Schule, ihr seid nur ein Gang‘. Damals hat mich das geärgert, aber damals hatte er Recht. Wir haben mit nur wenigen Schülern begonnen, doch mit einem Trägerverein, der damals bereits ein Markenzeichen für Bildung war und über dessen tatkräftige Unterstützung wir uns seitdem freuen können“, sagte er. Heute besuchen Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 10. Klasse das Europäische Gymnasium Meerane, und es gibt auch eine internationale Klasse, in der Schüler aus China lernen. „Wir waren von Anfang an eine Ganztagsschule, in der die Schüler gefördert werden. Heute gibt es rund 20 Arbeitsgemeinschaften bei uns, außerdem eine Außenstelle der Jugendkunstschule. Wir haben kleine Klassen und ein günstiges Lehrer-Schüler-Verhältnis. Wir versuchen, unser Konzept ständig weiterzuentwickeln und bemühen uns besonders um Vielfalt, im Unterricht und in den Ganztagsangeboten“, berichtete er. Mit dem nächsten Schuljahr steht ein neuer Schritt vor der Schule – der Einstieg in die Sekundarstufe II. Lutz Kohlschmidt: „Bei unserer Arbeit führen wir auch eine interne Evaluation durch. Wir stellen uns die Fragen: Wo sind wir gut? Was können wir besser machen? Wir sind ein lernendes System und immer bereit zur Korrektur. Und ich verspreche Ihnen, wir werden mit der Power weitermachen, mit der wir gestartet sind.“ Bürgermeister Professor Dr. Ungerer zitierte in seinem Grußwort den Erziehungswissenschaftler und Pädagogen Hartmut von Hentig „Die Menschen stärken, die Sachen klären“. „Wir müssen uns fragen: Sind wir ausreichend auf die Zukunft vorbereitet? Der Wandel ist beständig und verlangt Flexibiliät. Fördern und Fordern ist Programm“, sagte er. Mit Blick auf die laufende Diskussion um die Finanzierung der freien Schulen im Freistaat Sachsen betonte der Bürgermeister, dass die Stadt und die Bürgerschaft hinter der Schule stehen. "Das Europäische Gymnasium ist auch ein Stück kommunalisierte Schule. Ich weiß, dass viele Meeraner den Tag herbeisehnen, an dem wieder ein Abiturzeugnis in dieser Stadt übergeben wird“, sagte er. Einen Dank richtete Bürgermeister Professor Dr. Ungerer an den Trägerverein, die Sächsische Bildungsagentur und den Stadtrat, der die Fortführung der gymnasialen Bildung in der Stadt unterstützt, an die Eltern für das in die Schule gesetzte Vertrauen und Schulleiter Lutz Kohlschmidt und das Kollegium des Europäischen Gymnasiums Meerane. Die Finanzierung der Bildung im Freistaat Sachsen war auch ein Thema des Grußwortes von Dr. Gerd Stiehler vom Europäischen Gymnasium Waldenburg. Um 40 Prozent hat Sachsen seine Förderungen für den Schulhausbau reduziert, das kostenlose Vorschuljahr wurde gestrichen, und – gravierend für die freien Träger - die Mittel für Schulen in freier Trägerschaft um 10 Prozent gekürzt. „Jedem, der es bis heute geschafft hat, eine solche Schule zu gründen, kann man nur gratulieren“, sagte Dr. Stiehler. Der Verein Europäisches Gymnasium Waldenburg hat derzeit sechs Schulen. „Alle sind eigenständig, aber Teil des Schulverbundes. Für alle gilt unser Qualitätsanspruch, die Internationalität, die Angebot der Ganztagsschule. Wir bieten unseren Schülern Möglichkeiten, sich auszuprobieren, wir sehen Schule als Lebensort, nicht nur als Lernort“, sagte er und fügte abschließend hinzu. „Das Meeraner Gymnasium hat sich zu einem stabilen Bildungsfaktor in der Stadt entwickelt, in den vergangenen fünf Jahren wurde das Bildungskonzept erfolgreich und positiv umgesetzt. Wir gratulieren der Schule und werden sie weiter begleiten!“ |
| Der Schulchor begrüßte die Besucher zur Feierstunde in der Aula. | |
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| Schulleiter Lutz Kohlschmidt hieß Johann Heinrich Pestalozzi persönlich willkommen. Dieser, inzwischen 264 Jahre alt, aber immer noch aufgeschlossen dem Neuen gegenüber, hatte sich auf der Homepage der Schule umgeschaut und lobte das ganzheitliche Bildungskonzept. | |
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| Die Schüler der Klasse 8 hatten gemeinsam mit Lehrer Jörg Kemter ein Improvisationstheater vorbereitet und holten sich dafür Bürgermeister Professor Dr. Ungerer nach vorn. Der konnte aus verschiedenen Fernsehprogrammen auswählen, die Schüler spielten. | |
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| Das Programm gefiel und für ihr Spiel bekamen die Akteure viel Applaus! | |
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| Im Rahmen der Feierstunde wurden die Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet, die die besten Entwürfe für die Gestaltung des künftig erweiterten Freigeländes der Schule eingereicht hatten. Bürgermeister Professor Dr. Ungerer und Birgit Jantsch, Fachbereichsleiterin Bauen (links im Bild), überreichten Kino-Gutscheine an die Besten. Für die Schüler der Projektgruppe "denkmal aktiv", die die Ergebnisse zum "Tag des offenen Denkmals" am 12. September 2010 in der Post der Öffentlichkeit vorgestellt hatten, gab es ein Dankeschön von Schulleiter Lutz Kohlschmidt. | |