Deutsche Bahn gibt Startschuss für Streckenausbau zwischen Glauchau-Schönbörnchen und Gößnitz
Infrastruktur wird für die nächsten Jahrzehnte ertüchtigt • Moderne Stellwerkstechnik geplant • Investitionen von mehr als 20 Millionen Euro
Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,
ab dem 28.02.2011 beginnen die umfassenden Modernisierungsarbeiten der Deutschen Bahn auf der Bahnstrecke Gößnitz – Glauchau/Schönbörnchen. Gleichzeitig entwickelt die Stadt Meerane ihr Bauvorhaben „Verknüpfungsstelle“ mit der Neugestaltung des Bahnhofbereiches weiter. Unter dem Titel „BAHN-aktuell Meerane“ werden wir Sie während der mehrmonatigen Bauzeit über den aktuellen Stand des Baugeschehens informieren. Persönlich und namens aller Baubeteiligten bitte ich bei Ihnen vorab um Verständnis und Entschuldigung für die Beeinträchtigungen, die sich in unserer Stadt durch das Baugeschehen ergeben. Wir haben viele Jahre darum gekämpft, dass diese dringliche Modernisierung Wirklichkeit wird. Nun hoffen wir gemeinsam auf einen reibungslosen und unfallfreien Bauablauf. Jederzeit stehen wir Ihnen für Rückfragen zur Verfügung.
Herzlichst Ihr Professor Dr. Lothar Ungerer, Bürgermeister
(Leipzig/Meerane, Februar 2011 – Pressemitteilung der Deutschen Bahn)
Am 28. Februar 2011 beginnt die Deutsche Bahn mit umfassenden Bau- und Modernisierungsarbeiten auf der Strecke zwischen Glauchau-Schönbörnchen und Gößnitz. Mehr als 20 Millionen Euro investiert die DB in den rund 13 Kilometer langen Abschnitt, um ihn für den Eisenbahnverkehr der nächsten Jahrzehnte fit zu machen und die Reisegeschwindigkeit für die Kunden zu erhöhen. Bis Ende des Jahres soll die Strecke grundlegend erneuert und für den Verkehr mit Neigetechnikzügen ausgebaut werden. So soll die Strecke künftig mit Geschwindigkeiten bis zu 140 km/h befahren werden können. Dabei handelt es sich um den letzten noch zu modernisierenden Projektabschnitt auf der überregionalen Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) Paderborn–Chemnitz. In diesem Zusammenhang modernisiert die DB auch die Verkehrsstation in Meerane und errichtet auf einer Länge von rund 1.400 Metern zahlreiche Lärmschutzwände, um den Schienenlärm für die Anwohner zu reduzieren.
Bei Bauprojekten solcher Dimension sind Einschränkungen für Reisende und Anwohner unvermeidlich. Um die Bauarbeiten so schnell wie möglich zu realisieren, haben alle beteiligten Partner entschieden, die Strecke für rund zehn Monate – von Ende Februar bis Dezember 2011 – vollständig außer Betrieb zu nehmen. Aufgrund der Komplexität hätten die Arbeiten unter Aufrechterhaltung des Eisenbahnverkehrs zu deutlich längeren Bauarbeiten und somit zu Behinderungen für die Reisenden geführt.
Projektdetails: Die Bauarbeiten umfassen ein komplexes Maßnahmenpaket. So werden bereits ab März die alten Gleis- und Oberleitungsanlagen vollständig zurückgebaut und anschließend neu errichtet. Hierfür werden 12,7 Kilometer neue Gleise verlegt und entlang der Strecke die neuen Oberleitungsmasten gesetzt sowie 12 Kilometer neue Oberleitung montiert.
Im Zuge der Streckenerneuerung ist auch der Neubau einer Eisenbahnbrücke in Meerane sowie die Sanierung mehrerer bestehender Durchlässe erforderlich. Insgesamt fünf Stützmauern in Meerane müssen grundhaft erneuert werden, da sie den Anforderungen an einen modernen Bahnverkehr nicht mehr genügen. Auch die anliegenden Kommunen nutzen die Sperrpause, um mehrere Straßenüberführungen zwischen Glauchau und Gößnitz zu ertüchtigen.
Gleichzeitig stattet die Deutsche Bahn die Strecke mit moderner Stellwerks- sowie Leit- und Sicherungstechnik aus. Das Elektronische Stellwerk (ESTW) Meerane kann damit künftig über die Betriebszentrale in Leipzig bedient werden.
Auch der Bahnhof Meerane wird grundlegend modernisiert. So errichtet die DB den Haus- und Mittelbahnsteig neu. Die Zuwegung zum Mittelbahnsteig wird zukünftig durch eine moderne Reisendensicherungsanlage erfolgen. Parallel dazu baut die Stadt Meerane die Station zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt aus. Dazu gehören der Abbruch des alten Empfangsgebäudes und die Errichtung eines Verknüpfungspunkts für Bahn, Bus und Taxi.
Verkehrsinformationen: Auf Grund dieser Baumaßnahmen wird die Strecke Gößnitz–Glauchau-Schönbörnchen (Kursbuchstrecke 540 Gera–Gößnitz–Chemnitz/Zwickau/Altenburg) ab 28. Februar bis Dezember 2011 für den Zugverkehr total gesperrt. Die Züge der Linien RE 1 Göttingen–Erfurt–Gera–Chemnitz/Zwickau und RE 37 A Gera–Glauchau werden zwischen Gößnitz bis Glauchau (Sachs) durch Busse ersetzt. Der Zwickauer Zugteil der Linie RE 1 fährt von Gößnitz bis Zwickau weiterhin als Zug. Der Chemnitzer Zugteil der Linie RE 1 fährt von Gößnitz bis Glauchau (Sachs) im Schienenersatzverkehr (SEV). Ab Glauchau (Sachs) fahren Reisende dann weiter mit den Zügen der Linien IRE 1 Dresden–Chemnitz–Hof–Nürnberg bzw. RB 30 Dresden-Zwickau in Richtung Chemnitz.
Reisende beachten bitte diese Änderungen bei ihrer Reiseplanung. Berücksichtigen Sie bitte auch die möglicherweise längeren Fahrzeiten des Schienenersatzverkehrs und nutzen Sie gegebenenfalls frühere Verbindungen, um Anschlusszüge zu erreichen. Die Mitnahme von Fahrrädern, Kinderwagen und Rollstühlen ist in den Bussen nur eingeschränkt möglich.
Informationen zu den Abfahrts- und Ankunftszeiten gibt es an den Aushängen auf den Bahnhöfen, bei der Service-Nummer der Bahn: 0180 5 99 66 33* sowie im Internet unter www.bahn.de.
* 14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk max. 42 ct/Min.
Info-Flyer: Projektabschnitt Glauchau-Schönbörnchen-Gößnitz
Sperrung Brüderstraße ab 1. März 2011
Aufgrund der Baumaßnahmen an der Bahnbrücke Brüderstraße durch die Deutsche Bahn wird die Brüderstraße im Baubereich vom Abzweig Pestalozzistraße bis einschließlich Kreuzung Amtsstraße/Wichernweg gesperrt. Für Fußgänger wird nach Abbruch des vorhandenen Brückenbauwerkes ein Notweg durch die Baustelle errichtet. Der Lkw-Verkehr wird weiträumig über das Wirtschaftszentrum Meerane umgeleitet. Der Pkw-Verkehr wird über die Pestalozzistraße - Äußere Crimmitschauer Straße geführt.
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