Aktuelles (12.04.2011)

 


Millionenschweres Modernisierungsprojekt wird offiziell

Gleisaushub erfolgte am 11. April

 

Am 11. April 2011 krempelten Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer, Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter Deutsche Bahn AG und Holger Künast, DB Netze Bereich Zwickau symbolisch die Ärmel hoch und hoben das letzte Stück Gleis aus dem alten Gleisbett heraus. Damit läuteten sie den offiziellen Beginn der Hauptbauarbeiten auf der rund 13 Kilometer langen Strecke zwischen Glauchau-Schönbörnchen und Gößnitz ein – ein Meilenstein in Meeranes Bahngeschichte!

Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer freute sich, an diesem Punkt angekommen zu sein. Immerhin sei es seit dem Jahr 2001 ein langer Weg gewesen, zwei große Bahnkonferenzen (2003 und 2006) wurden abgehalten und so manche Debatte geführt. Doch schlussendlich konnten alle Beteiligten unter einen Hut gebracht werden, um auch das letzte Ziel in Angriff zu nehmen: Ertüchtigung der gesamten Gleisanlagen nach modernsten Standards und Neubau einer Verknüpfungsstelle. Zudem zeigte sich das Stadtoberhaupt glücklich, dass auch die Brücke in der Äußeren-Crimmitschauer-Straße komplett erneuert werden kann und die Fördergelder dabei schon in trockenen Tüchern sind.

Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, ließ es sich Professor Dr. Lothar Ungerer nicht nehmen, in seiner Rede auf „Bob den Baumeister“ zu verweisen. Was hat eine Figur aus dem Kinderprogramm bei solch einem millionenschweren Modernisierungsprojekt zu suchen? Die Antwort lieferte er prompt: „Bob nimmt sich der Aufgabe an, Probleme werden gemeinsam im Team wahrgenommen und die Möglichkeiten ausgelotet. Dann stellt Bob die Frage: ,Schaffen wir das?' und die Antwort lautet immer: ,Ja, wir schaffen das!'“ Und mit diesem Satz befindet sich Bürgermeister Ungerer in guter Gemeinschaft, denn kein Geringerer als Amerikas Präsident Obama nutzte diesen Spruch – bekannter unter dem Originaltitel „Yes we can!“ - für seinen siegreichen Einzug ins Weiße Haus. Meerane hat es also geschafft, „dass eines der Urkernstücke der Eisenbahn erneut auf höchstem Niveau ausgebaut wird“, berichtet Staatssekretär Jan Mücke und bittet deshalb auch darum, die Deutsche Bahn gut zu nutzen, „denn es macht keinen Sinn, wenn niemand damit fährt“. Schließlich wird mit dieser Investition die gesamte Region durch die sogenannte Mitte-Deutschland-Verbindung noch besser an das Schienennetz angebunden und gewinnt als Wirtschaftsstandort an Attraktivität. Dies bestätigte auch Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG: „Für Reisende bedeutet dies mehr Qualität im Schienenverkehr. Für Ein-, Aus- und Umsteiger wird die Verkehrsstation Meerane grundlegend modernisiert und für die Anwohner werden wir mit Hilfe von Lärmschutzwänden die Lärmbelastung deutlich verringern.“

Der Rückbau endete damit und die Arbeiten in und an den Gleisanlagen werden in den nächsten Monaten intensiviert. Dazu gehören die Erneuerung von acht Eisenbahnüberführungen, sowie das mittlerweile abgerissene marode Empfangsgebäude. Hier errichtet die DB den Haus- und Mittelbahnsteig neu und parallel dazu baut die Stadt die Station zu einer modernen Verknüpfungsstelle aus.

Erklärtes Ziel aller Beteiligten ist, bis Dezember 2011 das Bauvorhaben zu beenden. Dann ist Meerane für die nächsten Jahrzehnte fit für eine schnelle Anbindung.
 

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