Aktuelles (19.04.2011)

 

INSEK2020 – Künftige Stadtentwicklung diskutiert

Am 16. April 2011 fanden in der Meeraner Tännichtschule im Rahmen eines Bürgerforums themenbezogene Workshops zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept INSEK 2020 statt. Rund 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger diskutierten mit eingeladenen Fachleuten und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung zur Zukunft unserer Stadt.
Vor Beginn der einzelnen Gesprächsrunden begrüßte Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer alle Gäste in der Aula der Mittelschule. „Es ist wichtig, dass sich die Bürgerschaft gemeinsam für die Stadt engagiert, dass sie Verantwortung übernimmt. Wir haben bereits vor einer Woche zum diesjährigen Putztag erleben können, wie gut dies funktioniert“, dankte er den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Engagement für ihre Stadt.

Das INSEK 2020, welches das INSEK2002 und das Stadtentwicklungskonzept SEKo2007 fortsetzt, umfasst nun einen Zeitraum von fast zehn Jahren. „Wir arbeiten zukunftsorientiert. Es geht um Zukunftsfragen, um die Entwicklung unserer Stadt“, sagte Professor Dr. Ungerer. Die Aufgaben von 2007 sind weitgehend abgearbeitet, berichtete der Bürgermeister. „Einige Restarbeiten, darunter das von vielen Meeranern gewünschte Bad, sind noch offen, doch könnte sich auch hier in den nächsten Monaten eine Perspektive ergeben“, fügte er hinzu.
Drei bedeutende Einflüsse auf die künftige Stadtentwicklung stellte Professor Dr. Ungerer voran: die demografische Entwicklung, die Entwicklung der Kommunalfinanzen und die Zusammenarbeit/Kooperation mit Partnern und in Netzwerken.
Dabei ist das Leben in einer Stadt einem ständigen Wandel unterzogen. „Der Wandlungsprozess begleitet uns, wir erleben dies in vielen Bereichen. Das Wohl der Stadt muss immer wieder neu gefunden werden. Wir müssen immer neue Ziele suchen, die Stadt immer wieder neu entwickeln, auch wenn das Auseinandersetzung bedeutet“, betonte er.

In die Fortschreibung des INSEK fließen dabei weitere Teilkonzepte ein, darunter der Schulnetzplan, das Sportstättenleitbild, das Kleingartenentwicklungskonzept, Klimaschutzkonzept, Abwasserkonzept, Lärmkartierungsplan, Stadtumbau (Rückbau, Aufwertung) oder auch das Regionale Entwicklungs- und Handlungskonzept "terra plisnensis".

„Das Anliegen des heutigen Bürgerforums ist die Diskussion und die Definition der Ziele. Wege und Prozesse sind dabei nicht immer geradlinig, aber es ist wichtig, die Ziele im Auge zu behalten“, so der Bürgermeister. „Dass Ziele auch konfliktträchtig sind, ist uns allen bewusst. Ich plädiere dafür, nach dem Prinzip des ‚überwiegenden Vorteils‘ Entscheidungen zu treffen“, ergänzte er.

Nach der Einführung fanden sich die sieben Arbeitsgruppen zu rund eineinhalbstündigen Diskussionen zusammen:
- Handel und Gewerbe
- Energie, Lärm, Wasser und Grün
- Generation 60-PLUS
- Jugend in Meerane
- Öffentlicher Personennahverkehr
- Kultur
- Stadtentwicklung und Bauen

Im Anschluss traf man sich nochmals zu einer kurzen Zusammenfassung in der Aula. In den nächsten Wochen wird eine umfangreiche Auswertung der Diskussionen in den Arbeitsgruppen erfolgen, die auch auf der Meeraner Homepage und im Amtsblatt veröffentlicht wird. Auch die Auswertung der Fragebogenaktion wird hier einfließen, informierte der Bürgermeister.
Professor Dr. Ungerer hatte die verschiedenen Arbeitsgruppen jeweils kurz besucht. „Ein Thema, das Thema Demografie, hat sich durch alle Arbeitsgruppen gezogen. Dieses Thema beschäftigt schon heute viele Menschen in unserer Stadt, weil es viele Bereiche des öffentlichen Lebens beeinflusst“, stellte er fest.
Im Laufe der nächsten Monate wird nun das Grobkonzept zum INSEK2020 erststellt und dem Stadtrat vorgestellt.

Für einen kleinen Imbiss der Workshop-Teilnehmer hatten Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 der Tännichtschule gesorgt. Gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin Rebecca Klukas hatten sie einen Kuchenbasar organisiert, auch Kaffee und Tee standen bereit. Den Erlös wollen die Schüler der Japan-Hilfe zukommen lassen. Wie Rebecca Klukas später informierte, wurden rund 100 Euro an diesem Vormittag gespendet.

Arbeitsgruppe Kultur Arbeitsgruppe Öffentlicher Personennahverkehr

Arbeitsgruppe Jugend in Meerane

Arbeitsgruppe Energie, Lärm, Wasser und Grün Arbeitsgruppe Handel und Gewerbe
Arbeitsgruppe Generation 60-PLUS  
Arbeitsgruppe Stadtentwicklung und Bauen
Schüler aus der Klasse 6 sorgten für einen Imbiss am Workshop-Vormittag.
   

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