Aktuelles (26.04.2011)

 

Von heiter bis nachdenklich – Preisträger des Literaturwettbewerbes geehrt

Neun Kurzgeschichten zum Thema Geld sorgten für spannende Momente in der Bibliothek

Am 14. April 2011 war es soweit – die Preisträger des von der Stadtbibliothek Meerane und der Volksbank-Raiffeisenbank Glauchau eG organisierten Literaturwettbewerbes wurden in einer feierlichen Veranstaltung geehrt. Insgesamt wurden neun Preise – darunter zwei Jugendpreise – vergeben.
Grund für diesen Wettbewerb war, dass sowohl Bank als auch Bibliothek im vergangenen Jahr ihr 150-jähriges Bestehen in Meerane feierten und die Idee verwirklichten, Bibliothek und Bank sozusagen unter einen Hut zu bringen. Und was liegt da näher, als einen Wettbewerb ins Leben zu rufen, welcher das schriftstellerische Können der Teilnehmer bewertet und sich die Kurzgeschichten mit dem Thema Geld auseinandersetzen. Ob ernsthaft, heiter oder sentimental spielte dabei keine Rolle. Die Geschichten sollten spannend, gut lesbar und natürlich auch anspruchsvoll sein.

Insgesamt nahmen 21 Hobbyschriftsteller daran teil und neun davon erfüllten diese Kriterien aufs trefflichste, denn wie die Leiterin der Stadtbibliothek und Jurymitglied Angelika Albrecht betonte, „waren wir nach Abschluss unserer Jurysitzung erstaunt, wie eindeutig, die Ergebnisse ausfielen“. Zur Jury gehörten außerdem Brigitte Goerke, Inhaberin der "Buchhandlung Goerke" im Kunsthaus, der Meeraner Schriftsteller Wolfgang Eckert sowie Kai-Uwe Schulz, Vorstandsmitglied der VR-Bank.
„Geld ist wie Feuer, wärme dich an ihm, verbrenne dich aber nicht“, bemerkte Kai-Uwe Schulz, Vorstandsmitglied der VR-Bank nachdenklich und gab einfühlsame Einblicke in das Thema Geld. „Was ist Geld? Was stellt man damit an? Und vor allem was stellt es mit uns an?“ Diese Fragen warf er in den Raum und zeigte damit auch deutlich, welche Verantwortung jeder Einzelne im Umgang mit Geld hat. Und genauso verantwortungsvoll sind die neun Literaturpreisträger mit diesem Thema in ihren Geschichten umgegangen.

Die 91-jährige Erna Nagel aus Callenberg war die „Dienstälteste“ unter den Hobbyschriftstellern, und sie widmete ihre Geschichte den Taschengelderinnerungen aus dem Jahre 1925. Mit einem schelmischen Lächeln trug sie ihre Kurzgeschichte dem gespannten Publikum vor. Dafür erhielt sie 50-Euro-Preisgeld.
Khulud Alsaadi aus Limbach-Oberfrohna erhielt für ihre Geschichte „Sommerferien ohne Geld“ 100 Euro. Sie schilderte in typisch jugendlichem Stil die Probleme, wenn man mit Freunden Shoppen gehen möchte, aber der Geldhahn elterlicherseits zugedreht wurde und man dann die Sommerferien nutzt, um arbeiten zu gehen. Kurzum eine heitere Teeniegeschichte.
Die Siegerin für den Jugendpreis (150 Euro) kam aus Remse. Lina-Jolien Peter überzeugte die Jury mit ihrem professionellem Schreibstil und der nachdenklich stimmenden Geschichte „Der fahle Beigeschmack des Geldes“.
Den 6. Platz unter den Erwachseneneinsendungen belegte Regina Richter aus Kaufungen mit ihrer Kurzgeschichte „Geld“ und konnte damit einen 50-Euro-Bücherscheck entgegennehmen.
Helga Päßler aus Meerane widmete sich dem Thema Geld unter dem Titel „Die andere Dimension“ und bekam dafür ebenfalls einen einen 50-Euro-Bücherscheck.
Eine etwas längere Kurzgeschichte verlas Veronika Reuther aus Hohenstein-Ernstthal. „Die Abenteuer eines kleinen Cent“ schilderte auf heitere und pädagogische Weise den Weg des Geldes. Diese Geschichte schrieb sie ursprünglich für ihre Enkelkinder, um ihnen die Bedeutung des Geldes näher zu bringen.
Eine lustige und heitere Geschichte präsentierte Dieter Schade aus Meerane und belegte damit als einziger männlicher Schreiber Platz 3. „Henrys sicheres Versteck“ zeigte deutlich was passieren kann, wenn Mann und Frau sich nicht ganz einig sind und „Mann“ einfallsreich werden muss, um heimlich Geld anzusparen. Dafür gab es 50 Euro Preisgeld.
„Wie der Name Geld vielleicht entstand“, erklärte Maria Radau aus Hohenstein-Ernstthal und rangierte damit auf den mit 100 Euro dotierten 2. Platz.
Und ganz zum Schluss wurde die Siegerin geehrt – Christine Wolfram aus Limbach-Oberfrohna. „Was kostet die Welt?“ fragte sie sich und überzeugte mit ihrer plausiblen Antwort die Jury. 150 Euro gab es dafür.

Die Preisgelder wurden von der Stadt Meerane und der Volksbank-Raiffeisenbank zur Verfügung gestellt.


Christine Wolfram - Siegerin in der Altersgruppe Erwachsene. Lina-Jolien Peter - Siegerin in der Altersgruppe 14-18 Jahre.

Die älteste Teilnehmerin Erna Nagel.

Die Preise überreichten Angelika Albrecht und Kai-Uwe Schulz, im Bild mit Maria Radau (Mitte).
Platz 3 für den Meeraner Dieter Schade. Helga Päßler aus Meerane erreichte Platz 5.
 

Fotos: Stadt Meerane, Volksbank-Raiffeisenbank Glauchau

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