Ausstellung "Werner Bochmann" mit Erich Knauf und Ralph Arthur Roberts im Kunsthaus eröffnet |
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Die Eröffnung einer Ausstellung, die einen großen Komponisten würdigt, beginnt man am besten mit – Musik! Und so wurden auch die Gäste zur Ausstellungseröffnung „Werner Bochmann“ mit Erich Knauf und Ralph Arthur Roberts am 14. Mai 2011 im Meeraner Kunsthaus natürlich mit Musik begrüßt, mit heiteren Klängen von Bochmanns „Mit Musik geht alles besser“, gespielt am Flügel von Matthias Schmidt. Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer freute sich zur Eröffnung über viele Besucher, die den drei Persönlichkeiten, denen die Ausstellung gewidmet ist, die Ehre gaben, wie er betonte. „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum. Auch wenn dieser Gedanke von Friedrich Nietzsche nicht sehr originell erscheint, muss man ihm doch unumwunden Recht geben, dass ein Dasein ohne Musik eine armselige Angelegenheit wäre“, sagte er zur Begrüßung. In seiner Ansprache würdigte der Bürgermeister das Leben und Wirken der drei großen Persönlichkeiten der Stadt Meerane, die alle drei im Berliner Film-, Theater- und Literaturbetrieb der 20er bis 40er Jahre erfolgreich waren: Werner Bochmann, Erich Knauf, Ralph Arthur Roberts. Die aber auch drei ganz unterschiedliche Schicksale in einer schwierigen Zeit präsentieren. Mit der Machtergreifung Hitlers 1933 sollten Film, Theater, Rundfunk, Musik, Literatur und Presse den Zielen der Nationalsozialisten dienen, Zensur war allgegenwärtig. Ralph Arthur Schönherr, alias Ralph Arthur Roberts , wurde 1884 in der Meeraner Friedrichstraße geboren. Schon 1902 spielte er am Residenz-Theater in Wiesbaden, dann in Berlin, Breslau, Hamburg, ab 1920/21 wieder in Berlin, wo er 1928 sein eigenes Theater, das Theater in der Behrenstraße gründete. Er starb 1940 nach einer Premierenfeier. Roberts schrieb Musik und Text zu dem bekannten Lied „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins.“ Erich Knauf wurde 1895 in der Meeraner Philippstraße geboren. Er begann seinen Berufsweg als Redakteur der „Plauener Volkszeitung“, 1928 ging er als Leiter des Lektorates der Büchergilde nach Berlin, arbeitete später als Pressechef der Filmproduktionsgesellschaft Terra Film. Erich Ohser und Erich Kästner gehörten zu seinen engsten Freunden – sie waren die „Drei Eriche aus Sachsen“. Über Heinz Rühmann wurde Erich Knauf mit Werner Bochmann bekannt, eine intensive Zusammenarbeit begann. Werner Bochmann wurde im Jahr 1900 in Meerane geboren. Der genaue Geburtsort war lange Zeit unklar, alte Urkunden bezeugen jedoch, dass er in der Amtsstraße geboren wurde, später mit seinen Eltern in der damaligen Augustusstraße und in der Zwickauer Straße 56 wohnte, informierte Professor Dr. Ungerer. Dieses Wohnhaus war noch bis vor wenigen Jahren im Besitz der Familie Bochmann. Am Ende seiner Rede erinnerte Professor Dr. Ungerer an die ereignisreiche Zeit, die der Ausstellungseröffnung voranging. Nach dem Tod Ditte Bochmanns gab es 2007 einen ersten Besuch des Bürgermeisters im Haus Bochmanns am Schliersee und Gespräche mit den Vertretern der Erbengemeinschaft. Es folgten: Unterzeichnung des notariellen Schenkungsvertrages; Transport des Nachlasses nach Meerane; Festlegungen zum Nutzungskonzept des Kunsthauses; Aufnahme, Sichtung und Archivierung des gesamten Fundus; Erstellung des Ausstellungskonzeptes durch eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Bürgermeisters; Gestaltung der Räumlichkeiten. Erfreut zeigten sich die Vertreter der Erbengemeinschaft von Werner Bochmann über das, was in Meerane entstanden ist. "Die Ausstellung strahlt die Heiterkeit aus, die auch die Bochmannsche Musik ausstrahlt", freute sich Ulrich Salzer, ein Neffe von Werner Bochmann. „Wir hoffen, dass die Ausstellung dazu dient, sein Andenken zu bewahren und weiterzuentwickeln. Ich freue mich, dass ich so vieles schon wiederentdeckt habe. Aber sicher liegen auch noch einige ungehobene Schätze im Archiv. Uns allen ist es heute eine besondere Freude, hier zu sein“, fügte er hinzu. Als Dankeschön für die Bemühungen der Stadt Meerane um Werner Bochmann überreichte er Bürgermeister Professor Dr. Ungerer ein Notenblatt von Werner Bochmann sowie Aquarelle von Ditte Bochmann. Mit den Worten „Suchen, Finden, Erkennen, Gespräche und Musik“ lud Professor Dr. Ungerer in die Ausstellung und zur anschließenden „Werner-Bochmann-Gala“ auf den Marktplatz ein. Ein großes Dankeschön richtet die Stadt Meerane an die Vertreter der Erbengemeinschaft von Werner Bochmann und alle Leihgeber sowie an alle, die die Entstehung der Ausstellung unterstützt haben. Öffnungszeiten der Werner-Bochmann-Ausstellung Noch mehr Werner Bochmann in Meerane Wohnhaus Zwickauer Straße 56
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Bochmann-Melodien zur Einstimmung auf die Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Kunsthaus. |
Bürgermeister Professor Dr. Ungerer begrüßte die zahlreichen Gäste und führte in die Ausstellung ein. |
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Ulrich Salzer, Vertreter der Erbengemeinschaft von Werner Bochmann, freute sich sehr über die gelungene Ausstellung. |
Ulrich Salzer überreichte Professor Dr. Ungerer anlässlich der Eröffnung ein Notenblatt von Werner Bochmann sowie Aquarelle von Ditte Bochmann. |
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| Der Meeraner Schriftsteller Wolfgang Eckert sprach zu Erich Knauf und Ralph Arthur Roberts, denen die Ausstellung ebenso gewidmet ist. | Die Vertreter der Erbengemeinschaft mit dem Meeraner Bürgermeister: Klaus und Ilka Dirnberger, Professor Dr. Ungerer, Sabine und Ulrich Salzer (v.l.). |
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| Siegfried Jordan und Angelina Bianco (v.l.) schauten sich die Ausstellung vor der anschließenden Bochmann-Gala auf dem Marktplatz an. | Wolfgang Eckert und Siegfried Jordan. Auch über das musikalische Wirken des gebürtigen Meeraners Siegfried Jordan informiert die Ausstellung. |
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| Die neue Werner-Bochmann-Ausstellung im Kunsthaus gefällt! Vielfältige Gespräche der Besucher rund um die Eröffnung. | |
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