Glückwünsche zum 101. Geburtstag für Frau Jenny Taubert
Ihren 101. Geburtstag feierte Frau Jenny Taubert am 3. Juli 2011. Auch wenn das Wetter an diesem Tag gar nicht mitspielte, begrüßte Jenny Taubert putzmunter und gut gelaunt Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer, der am Vormittag im Kursana Seniorenzentrum in der Oststraße vorbeischaute, wo sie seit einigen Jahren wohnt. Er gratulierte Jenny Taubert herzlich zum Geburtstag, überbrachte die Grüße der Stadt Meerane und wünschte ihr auch weiterhin alles Gute.
Jenny Taubert freute sich bereits auf die Geburtstagsfeier gemeinsam mit ihrer Familie in einem Schmöllner Hotel. Ihr Enkelsohn Dr. med. Andreas Jacobi und seine Frau Carmen (im Bild mit Jenny Taubert und Professor Dr. Ungerer) holten sie am Vormittag ab, und es wurde schon einmal mit einem kleinen Gläschen Sekt mit dem Bürgermeister angestoßen.
Angeregt unterhielt sich die Jubilarin, die noch immer sehr am Tagesgeschehen interessiert ist, mit Professor Dr. Ungerer.
Geboren wurde Jenny Taubert am 3. Juli 1910 in Röthenitz / Altkirchen, bei Schmölln, wo sie auch aufgewachsen ist. Fünf Geschwister gehörten zur Familie, die jüngere Schwester Edith, 89 Jahre alt, kommt ebenfalls zur Geburtstagsfeier, erzählte sie. Die Schwester wohnt noch heute im Haus der Eltern in Röthenitz.
Zur ihren 4 Enkeln, den 7 Urenkeln und 2 Ururenkeln hat Jenny Taubert regelmäßig Kontakt.
Ihr Ehemann ist im Krieg gefallen, ihre Tochter leider bereits vor einigen Jahren verstorben.
Viele Erinnerungen hat Jenny Taubert an ihre Jugendzeit, in der sie viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen ist, auch nach Meerane. „Die Steile Wand bin ich auch mit dem Fahrrad rauf und runter. Bis ins Erzgebirge bin ich mit dem Rad gefahren", erzählt sie. In der Schule war sie immer sehr gut, aber ein weiterer Schulbesuch nach acht Jahren war bei fünf Kindern zu Hause nicht möglich.
Dafür hat sie sich später in einer ausgesprochenen Männerdomäne behauptet: Nachdem sie zuerst in der Landwirtschaft tätig war, hat sie dann viele Jahre, bis zum 67. Lebensjahr, im PWS - Präzisionswerkzeuge Schmölln - in der Produktion gearbeitet und dort auch viele Neuerervorschläge gemacht. „Ich konnte alles anpacken, was ich wollte, das klappte“, erzählt sie stolz. Nebenbei hat sie ehrenamtlich bei der Wohnungsverwaltung in Schmölln geholfen. „Mit Arbeit kommt man durch die Welt“, weiß sie.
Dem Bürgermeister sagte sie am Ende des Besuches, dass sie auch gern einmal das Neue Rathaus besuchen würde. Professor Dr. Ungerer hat sie herzlich eingeladen.
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