Mit Selbstironie und Witz
Doch die Meeraner schätzen ihren Schriftsteller und ließen sich gern in die lyrisch-musikalische Lesung „entführen“. Dabei zupfte Gitarrist Knut Kielmann kräftig an den Saiten, oder wie Eckert es mit einem Augenzwinkern betonte, sorge er für die Denkpausen: „Ich warne Sie, es ist Gereimtes und ich hoffe, Sie verstehen meine Gedichte.“ Dabei ließ er es sich nicht nehmen, einen kleinen Seitenhieb gegen den allgegenwärtigen Schriftsteller-Mainstream auszuteilen, welche nur das schreiben, was sich gerade gut verkaufen lässt und spannte gleich den Bogen zum Papstbesuch in Deutschland, welchen er unter der Überschrift „Faszination der Heuchelei“ deklarierte. In seinem Buch „Rettet die Clowns“ geht es ebenso offen - aber eben in gereimter Form - zur Sache. Da wird Alltägliches in den Fokus gerückt und mit der Macht der Poesie verknüpft. „Was bin ich“, „Männer ohne Frauen, „Allein“ oder auch „Deutsche Melancholie“ und „Irrationalität“ zeigen den ganz normalen Wahnsinn auf, und Eckert beweist erneut, dass er hinterfragt und den Finger auch gern einmal in die Wunde legt. Das im Mironde-Verlag erschienene Buch umfasst rund 100 Gedichte und gibt sehr persönliche Einblicke in die Gedankenwelt des Schriftstellers. In der Bibliothek gingen bereits die ersten handsignierten Exemplare über den Tisch. |
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| Literarisch-musikalische Abwechslung mit Wolfgang Eckert (re.) und Knut Kielmann. | Wolfgang Eckert beim Signieren seines neuen Buches „Rettet die Clowns“. |