Aktuelles (19.10.2011)

 

Meeraner Radsportfans feierten Täve Schur

Es war ein Heimspiel für Täve Schur. Zu seiner Lesung am 8. Oktober 2011 war der kleine Saal der Meeraner Stadthalle fast bis auf den letzten Platz besetzt, und das bekannte Radsportidol fand nach dem Begrüßungsapplaus natürlich sofort einen Draht zu seinem interessierten Publikum. Die Fachbereichsleiterin Kultur der Stadtverwaltung Angelika Albrecht begrüßte Gustav-Adolf „Täve“ Schur und die zahlreichen Gäste, zu denen auch Bekannte und Freunde von Täve gehörten, dann übernahm der Straßenrad-Weltmeister und Friedensfahrtsieger das Mikro. „Ich freue mich, heute so viele Menschen wiedergetroffen zu haben“, sagte er gerührt.
Die Lesung begann mit einem Film, der anlässlich des 80. Geburtstages von Täve Schur Anfang dieses Jahres entstanden ist, wie dieser informierte. Der Film spiegelt den sportlichen Werdegang und die vielfältigen Erfolge des Radsportlers wieder, erzählt aber auch aus seinem Privatleben; Freunde und Weggefährten kommen zu Wort. In einigen schon historischen Filmszenen war die Steile Wand von Meerane im Friedensfahrtfieber zu sehen.

Auch im Anschluss an den Film ließ das Publikum Täve Schur nicht zu dem Buch – seiner neuen erweiterten Autobiografie - greifen, das er eigentlich in der Lesung vorstellen wollte. Die Meeraner wollten lieber mit „ihrem Täve“ reden und nahmen ausgiebig Gebrauch von seinem Angebot, Fragen zu stellen. Also wurden Erinnerungen wachgerufen - an die Friedensfahrt-Bergwertungen in Meerane, an Weltmeisterschaften und verschiedene Rennsituationen, musste Täve die sicherlich schon hundertfach gestellte Frage beantworten: „Was hast du gedacht, als du die Steile Wand zum ersten Mal gesehen hast?“
Er verpasste aber auch nicht, an sein Publikum zu appellieren, sich gesund zu halten, sich gesund zu ernähren, sich zu bewegen. „Wer sich bewegen kann, hat die heilige Pflicht, sich zu bewegen“, betonte der rüstige 80-Jährige, dem man sein Alter nicht unbedingt ansieht.

Am Ende der Veranstaltung in Meerane gab es noch eine Überraschung für Täve Schur. Er erhielt ein Bild für das Friedensfahrt-Museum in Kleinmühlingen, das 2007 eröffnet wurde und an dessen Fassade seit Sommer diesen Jahres die Steile Wand – ein Graffiti von Jens TASSO Müller – mit den Namen aller Friedensfahrtgewinnern zu sehen ist. Gemalt hat dieses Bild der Meeraner Dr. Hans-Dieter Ilge, es zeigt Radsportler der Internationalen Sachsentour 2008 an der Steilen Wand. Der Graffiti-Künstler TASSO hatte dieses Bild, das während einer Ausstellung in einer Meeraner Zahnarztpraxis zu sehen war, entdeckt. Über die Familie Lorenz aus Meerane, Freunde von Täve Schur, kam es zum Kontakt mit Dr. Ilge. „Das Bild habe ich gern für das Friedensfahrt-Museum zur Verfügung gestellt“, sagte Dr. Ilge.

Fast bis auf den letzten Platz besetzt war der Kleine Saal der Meeraner Stadthalle zur Lesung mit Täve Schur am 8. Oktober 2011. Dieses Bild von Dr. Hans-Dieter Ilge, Pastellkreide auf Acryl, wird nun im Friedensfahrtmuseum Kleinmühlingen gezeigt.
 
Fotos: Stadtverwaltung/privat
 

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