Aktuelles (23.12.2011)

 

Bahnstrecke Gößnitz – Glauchau-Schönbörnchen offiziell in Betrieb genommen

Deutsche Bahn investierte 20 Mio Euro in Streckenertüchtigung

Die Deutsche Bahn hat am 21. Dezember 2011 den Projektabschnitt Glauchau-Schönbörnchen – Meerane - Gößnitz nach der erfolgten Streckenertüchtigung offiziell in Betrieb genommen. Die Aufnahme des Zugverkehrs war bereits mit Beginn des Winterfahrplanes am 11. Dezember 2011 erfolgt. Nun trafen sich zum symbolischen Bauabschluss die Vertreter der Deutschen Bahn AG, Vertreter der Landes- und Bundespolitik und der beteiligten Bauunternehmen in Meerane.

Die Deutsche Bahn hat für den Streckenausbau des Projektabschnittes mehr als 20 Mio Euro investiert. Finanziert wurden die Baumaßnahmen über das Bundesschienenwegeausbaugesetz, das Konjunkturprogramm der Bundesregierung und Eigenmittel der Deutschen Bahn.
Die eingleisige, elektrifizierte Strecke im Abschnitt Glauchau-Schönbörnchen – Meerane - Gößnitz wurde komplett modernisiert. Die Gleis- und Oberleitungsanlagen wurden erneuert und sind nun auch für das Fahren mit Neigetechnik gerüstet. Die Züge können künftig mit 110 km (konventionell) oder 140 km Maximalgeschwindigkeit (Neigetechnik) die Strecke befahren. In Meerane wurden die Eisenbahnüberführung Brüderstraße erneuert, fünf Stützwände saniert und im Bereich des Bahnhofes Meerane ein elektronisches Stellwerk errichtet. Abschließende Arbeiten in den Seitenbereichen des Bahngeländes werden noch bis ins Jahr 2012 andauern.

Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für die Region Südost und den Freistaat Sachsen, begrüßte die Gäste, darunter Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Jürgen Martens, Sächsischer Justizminister, der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Luther, die Landtagsabgeordnete Ines Springer und die Bürgermeister der Städte Meerane und Gößnitz, Professor Dr. Lothar Ungerer und Wolfgang Scholz.
Im März 2011 begannen die Baumaßnahmen. Die Bahnstrecke wurde dafür gesperrt, mit dem Ziel, diese im Dezember 2011 wieder in Betrieb zu nehmen. Bereits am 11. April 2011, erinnerte Artur Stempel, wurde symbolisch das letzte alte Gleisstück herausgehoben. „Man konnte sich kaum vorstellen, dass alle Baumaßnahmen in dieser kurzen Zeit realisiert werden können. Die Maßnahme ist durch die Anbindung an zwei große Drehkreuze von großer Bedeutung“, betonte er.
Artur Stempel richtete ein Dankeschön an die beteiligten Kommunen und den Bund, das Eisenbahnbundesamt, die beteiligten Firmen und Planer und Mitarbeiter der Deutschen Bahn, aber auch an alle Bahnkunden und Anwohner für das Verständnis während der Baumaßnahmen. „Wir hoffen auf pünktliche Fahrt und zufriedene und zahlreiche Kunden“, sagte er.
Der Parlamentarische Staatsekretär Jan Mücke betonte die Bedeutung des Ausbaus der Schienenwege, insbesondere zur Verlegung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. „Wir freuen uns, dass diese Maßnahme, die schon länger geplant war, nun in so kurzer Zeit umgesetzt und die Strecke nun wieder in Betrieb genommen werden konnte – mit einem deutlich verbesserten Service“, betonte er. Dabei bleibe das Thema Anbindung an den Fernverkehr für die Region weiter ein wichtiges Thema, fügte er hinzu. „Dieser Tag heute ist nicht nur wichtig für Meerane und die Chemnitzer Region, sondern für ganz Sachsen und Mitteldeutschland.“ Auch er richtete ein Dankeschön an alle Beteiligten. „Ich wünsche gute Fahrt auf allen Strecken!“
Diesen guten Wünschen schloss sich auch der Sächsische Justizminister Dr. Jürgen Martens an. „Die Freigabe der Strecke ist ein wichtiges Signal für die Region“, sagte er. Der Freistaat Sachsen beteiligte sich mit Fördermitteln am Bau der neuen ÖPNV/SPNV-Verknüpfungsstelle am Meeraner Bahnhof, die die Stadt Meerane umgesetzt hat und die bereits am 11. November 2011 übergeben werden konnte.
Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer hatte ein Foto mitgebracht, das eine der neuen elektronischen Anzeigetafeln des Bahnhofes Meerane zeigte, auf der die Uhrzeit 7.39 Uhr zu lesen war. Am 11. Dezember 2011, 7.39 Uhr, war der erste planmäßige Zug nach der Inbetriebnahme im Bahnhof Meerane eingefahren. Der Bürgermeister dankte allen Beteiligten für das gelungene Projekt, insbesondere dem Niederlassungsleiter der DB Netze Holger Kühnast sowie Sabine Neitzke, Projektleiterin DB Netze, und dem verantwortlichen Projektingenieur Günter Plaschnik. „Vielen Dank, dass das Ziel noch in diesem Jahr erreicht wurde“, sagte er. Doch auch die Stadt Meerane werde nun die Fragen des Regionalverkehrs weiter verfolgen. „Das Projekt der Streckenertüchtigung und die Bemühungen darum haben mich in den vergangenen zehn Jahren begleitet. Wir haben die verschiedenen Töchter der Deutschen Bahn und viele, viele Menschen kennengelernt. Daher wird mir jetzt wohl etwas fehlen“, fügte Professor Dr. Ungerer scherzhaft hinzu.
Der Bürgermeister stellte jedoch auch die Bedeutung der erfolgten Lärmschutzmaßnahmen heraus. Um für die Anlieger den Schienenlärm zu reduzieren, errichtete die Deutsche Bahn insgesamt rund 1.400 Meter Lärmschutzwände im Bereich des Bahnhofes Meerane. „Mit Autobahnen machen wir hier leider andere Erfahrungen“, sagte er.
Ein besonders Dankeschön richtete der Bürgermeister an Günter Plaschnik, der im Laufe der Baumaßnahme auch zwei Baustellenführungen mit interessierten Meeraner Bürgern durchgeführt hatte. „Diese Transparenz kam bei den Bürgern sehr gut an“, sagte er.
Die abschließenden Worte im Namen der Deutschen Bahn sprach Holger Kühnast, bislang Niederlassungsleiter DB Netze, Regionalbereich Südost Zwickau. „Wir sind froh, dass wir die neuen Anlagen nun in Betrieb nehmen konnten. Dies ist mit viel Kraft und der Zusammenarbeit aller Beteiligten gelungen“, sagte er und dankte Bürgermeister Professor Dr. Ungerer für die gute Zusammenarbeit. Wie Holger Kühnast informierte, wird er künftig in einem anderen Bereich für die Deutsche Bahn tätig sein. „Ich freue mich über viele abgeschlossene Vorhaben in diesem Jahr, zu denen dieser Projektabschnitt gehört. Wir haben viel geschaffen in der Region und hoffen nun auf eine intensive Nutzung.“
Der Projektabschnitt Gößnitz – Glauchau-Schönbörnchen ist der letzte Abschnitt der 1. Ausbaustufe der Mitte-Deutschland-Verbindung.

Foto links: Symbolischer Bauabschluss des Streckenabschnittes Gößnitz - Glauchau-Schönbörnchen: Holger Kühnast, Niederlassungsleiter DB Netze, Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG, Sachsens Justizminister Dr. Jürgen Martens, Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, und der Meeraner Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer (v.l.n.r.).

Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für die Region Südost und den Freistaat Sachsen.

Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer. Holger Kühnast, Niederlassungsleiter DB Netze.
Professor Dr. Ungerer und Birgit Jantsch, Fachbereichsleiterin Bauen der Stadtverwaltung, freuen sich über den Abschluss der Baumaßnahmen. Bürgermeister Professor Dr. Ungerer und Birgit Jantsch im Gespräch mit dem verantwortlichen Projektingenieur der DB Netze Günter Plaschnik.
   

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