Der Verkehr rollt wieder - Neue Brücke Meer38
Äußere Crimmitschauer Straße freigegeben
Seit 7. Dezember 2011 rollt der Verkehr wieder über die Brücke Meer38 Äußere Crimmitschauer Straße. In nur sechs Monaten gingen hier der Abbruch der alten Brücke und der Neubau des neuen Brückenbauwerkes über die Bühne, ein Tempo, bei dem die früheren Brückenbauwerke an dieser Stelle nicht mithalten können. So wurde an der bisherigen, 1981 gebauten Brücke, rund vier Jahre gewerkelt, erinnerte Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer. 1858 übrigens hatte es die erste Brücke an dieser Stelle gegeben.
Der Bürgermeister freute sich über das große Interesse der Meeraner Bürgerinnen und Bürger anlässlich der Verkehrsfreigabe: Rund 350 wollten sich das Ereignis nicht entgehen lassen und waren zur Brücke gekommen. Professor Dr. Ungerer begrüßte außerdem zahlreiche Gäste, darunter Annette Drossel von der Landesdirektion Chemnitz, Ulrich Wente von der Ingenieurgemeinschaft Setzpfandt und Marco Auth, Niederlassungsleiter Bickhardt Bau AG. Einen Dank richtete er an die Landesdirektion Chemnitz für die schnelle und unkomplizierte Genehmigung der Fördermittel für die neue Brücke.
Die alte Brücke Meer38 hatte bei den letzten Brückenbauprüfungen bedenkliche Zustandsnoten erhalten, so dass ein Ersatzneubau nötig wurde. Als dann die Deutsche Bahn die Streckenertüchtigung des Abschnittes Gößnitz - Glauchau-Schönbörnchen plante, versuchte die Stadt Meerane, auch den Brückenbau innerhalb der vorgesehenen Streckensperrung zu realisieren, da bei einem späteren Brückenbau weitere Streckensperrungen - verbunden mit höheren Kosten - nötig gewesen wären.
Das Vorhaben ist gelungen. Die Bahn realisierte von März bis November 2011 den Bau der neuen Gleisanlagen in dem genannten Abschnitt einschließlich des neuen Bahnhofsbereiches in Meerane; die Stadt Meerane begann Ende Mai 2011 mit den Arbeiten und schloss diese pünktlich ab. "Der Bauablauf hat bestens funktioniert, und auch die Deutsche Bahn hat alle Termine gehalten", freute sich der Bürgermeister und dankte den bauausführenden Unternehmen.
"Ein Dankeschön geht auch an Sie alle für Ihr Verständnis und für Ihre Unterstützung unserer Gewerbetreibenden", wandte er sich an die Meeraner Bürgerinnen und Bürger. Einen besonderen Dank richtete der Bürgermeister an Birgit Jantsch, Fachbereichsleiterin Bauen der Stadtverwaltung Meerane, die das Projekt betreute. "Hier ist ein Meisterstück gelungen", sagte er.
Die neue Brücke Meer38, die auf zwei Pfeilern und zwei Widerlagern ruht, ist 52 Meter lang und 13 Meter breit, einschließlich der Gehwege. Die Fläche beträgt 676 Quadratmeter, informierte Birgit Jantsch. Bei Dunkelheit wird die Brücke durch sechs Straßenlampen und einen beidseitigen Handlauf durch LED-Lampen beleuchtet. Letzteres fand bereits viel Lob bei den Meeraner Bürgern.
Der Niederlassungsleiter der Bickhardt Bau AG Marco Auth fügte noch einige Zahlen hinzu. So wurden im Laufe der Bauarbeiten rund 2600 Kubikmeter Boden bewegt, 275 Betonbohrpfähle in die Erde gebracht, 1400 Kubikmeter Beton und 130 Tonnen Stahl verbaut. "Der Bauablauf war eine kleine logistische Meisterleistung, da die Aushärtezeiten des Betons eingehalten werden mussten", berichtete er und dankte der Stadt Meerane und den Planern für die gute Zusammenarbeit.
Mit den Worten "Sie sehen uns heute sehr glücklich" lud Professor Dr. Ungerer
im Anschluss Annette Drossel, Ulrich Wente und Marco Auth gemeinsam mit Birgit Jantsch und Barbara Könnemann vom Fachbereich Bauen zum Bandschnitt ein
Die ersten Fahrzeuge, die die neuen Brücke nach der Freigabe überquerten, waren Teilnehmer eines kleinen historischen Autokorsos, darunter ein W50 Einsatzfahrzeug des Feuerwehrvereins St. Florian Meerane aus dem Jahr 1973, ein Multicar 22 mit Hänger Baujahr 1970, ein Multicar 25 Baujahr 1983, ein Trabant Kombi 601 Baujahr 1971, ein
Ford Falcon Futura 4dr.StationWagon von 1964 und zwei Ford Edsel, gebaut 1958 und 1959. Angeführt wurde der Autokorso vom Trabant Kübel Baujahr 1990 der Stadt Meerane, in dem Birgit Jantsch und Wirtschaftsförderer Hartmut Brühl Platz nahmen.
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