Aktuelles (03.01.2012)

 

„genialsozial“ geht in die 6. Runde

250 Euro für Mobile Jugendsozialarbeit der Stadt Meerane

Die 9. Klassen der Meeraner Tännichtschule waren auch in diesem Jahr wieder „genialsozial“ unterwegs. „Genialsozial“ – dahinter steht die größte Jugendsolidaritätsaktion im Freistaat Sachsen, an der sich Schülerinnen und Schüler der Tännichtschule unter der Anleitung engagierter Lehrer bereits seit dem Jahr 2006 beteiligen.
Die Schüler stellen ihre Arbeitskraft für einen Tag in Betrieben, Geschäften, Vereinen, in privaten Haushalten oder öffentlichen Einrichtungen zur Verfügung. Der so erarbeitete „Lohn“ wird sozialen Zwecken zugeführt.
Dabei geht ein Teil des Geldes an die Aktion „genialsozial“. Die Sächsische Jugendstiftung fördert damit weltweit Projekte, die sich der Verbesserung der Lebensbedingungen junger Menschen widmen.
Über die Verwendung des übrigen Geldes können die Schüler jedoch selbst entscheiden und dieses sozialen Vereinen oder Projekten unmittelbar in ihrer Heimatstadt zukommen lassen. Dies war nun am 15. Dezember 2011 soweit. Im Beisein von Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer, der Fachbereichsleiterin Bildung Barbara Schmidt, der Schulleiterin der Tännichtschule Helga Szymanowski und Lehrerin Rosemarie Lorenz überreichten die jeweiligen Klassensprecher und ihre Vertreter dem Jugendsozialarbeiter der Stadt Meerane Enrico Busch einen Scheck in Höhe von 250 Euro.
Das Geld will der Streetworker für die nächste Klettertour mit den jungen Leuten einsetzen: „Klettern verbindet und fördert den Teamgeist“, betont er die Entscheidung, denn „gemeinsame Erlebnisse bringen die Jugendlichen zusammen und helfen, besser miteinander umzugehen.“ Auch die Tännichtschüler waren sich schnell einig, dass ihr „Lohn“ in guten Händen ist: „Den Jugendlichen wird damit eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ermöglicht.“
Die Schüler finden es außerdem toll, dass sich so viele Meeraner Unternehmen für ihr Projekt engagiert haben. Über 20 Betriebe halfen 2011 mit und gaben den Schülerinnen und Schülern Arbeit. Für das kommende Jahr stehen bereits drei 9. Klassen der Tännichtschule in den Startlöchern, um an der Aktion „genialsozial“ teilzunehmen.
„Haben diese Arbeitseinsätze auch Einfluss auf die Berufsorientierung?“, wollte Bürgermeister Professor Dr. Ungerer wissen. Hier waren die Meinungen ganz unterschiedlich. Während einige der „genialsozial-Arbeiter" ihren „Job“ nur für den guten Zweck machten, so hat auch eine Schülerin ihren Berufswunsch festigen können.
Übrigens verriet der Bürgermeister, dass derzeit erneut geprüft werde, ob der so genannte „Kulissenturm“ am Volkshaus installiert und damit eine Klettermöglichkeit geschaffen werden kann.

Foto oben: Dipl.-Jugendsozialarbeiter Enrico Busch (Bildmitte) freute sich über den Scheck aus den Händen der Klassensprecherinnen und ihrer Vertreter der 9. Klassen der Tännichtschule. Auch Lehrerin Rosemarie Lorenz (li.), die das Projekt „genialsozial“ in der Tännichtschule betreut, freute sich über die Resonanz.

 

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