Aus der Sitzung des Stadtrates am 31. März 2026 berichtet
Am 31. März 2026 begrüßte Bürgermeister Jörg Schmeißer die Stadträtinnen und Stadträte, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Neuen Rathaus und zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohnern sowie Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Meerane und Wehrleiter Kai Götze zur öffentlichen Sitzung des Stadtrates. Vor dem Eintritt in die Tagesordnung sprach Bürgermeister Jörg Schmeißer dem Handels- und Gewerbeverein sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Stadttechnik herzlichen Tag für die Veranstaltung des Ostermarktes aus, der die Innenstadt am 28. März mit Leben füllte und zahlreiche Gäste mit vielfältigen Angeboten und einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm begeisterte.
Im ersten Tagesordnungspunkt fand die Kenntnisgabe der Niederschriften vom 03.02.2026 und 24.02.2026 statt und im zweiten Tagesordnungspunkt, Bekanntgabe nichtöffentlich gefasster Beschlüsse, wurde die Umstellung auf ein neues Bürgerinformationssystems bekanntgegeben.
Im dritten Tagesordnungspunkt stellte Fabian Heine, Mitarbeiter Dezernat Bauwesen und Umwelt, Stadtplanung, die Information über die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Erarbeitung des INSEK 2035 vor. Im August 2025 wurden im Amtsblatt, auf der Homepage und in Sozialen Medien zur Teilnahme am Bürgerfragebogen aufgerufen. 260 ausgefüllte Fragebögen sind bei der Stadtverwaltung eingegangen. 80% aller Teilnehmer waren über 40 Jahre, 45% aller Teilnehmer über 60 Jahre alt. Aus der Befragung ist unter anderem hervorgegangen, dass die Stadt als Wohnort überwiegend angemessen bis attraktiv bewertet wird, insbesondere die Ruhe- und Erholungsmöglichkeiten, die Innenstadt und das gastronomische Angebot wurden gut bewertet. Gute Bewertungen erhielten auch die sozialen Anlaufstellen sowie die Angebote für Senioren. Verbesserungsbedarf besteht hingegen bei Freizeitangeboten für Familien, Jugendliche und junge Erwachsene sowie Menschen mit Einschränkungen. Diese Einschätzung spiegelt sich auch im Wunsch nach mehr Veranstaltungen für alle Altersgruppen wider.
Bezüglich der Informationsmittel wurden das Amtsblatt und Aushänge von den Teilnehmern der Befragung als besonders wichtig bewertet. Die sozialen Medien sowie die Homepage wurden als weniger relevant für die älteren Bürgerinnen und Bürger bewertet. Digitale Verwaltungsangebote werden nur von wenigen regelmäßig genutzt, dennoch besteht der Wunsch nach Ausbau. Für mehr als die Hälfte der Befragten ist der persönliche oder telefonische Kontakt jedoch weiterhin von großer Bedeutung.
Im weiteren Vorgehen werden die INSEK Arbeitsgruppen anhand der Ergebnisse der Bürgerbefragung die Stärken, Schwächen und Verbesserungspotenziale herausarbeiten und mögliche Handlungsempfehlungen ableiten.
Die Satzung zur 1. Änderung der Benutzungs- und Entgeltordnung der Meeraner Museen und ihrer Sammlung vom 11.11.2025 wurde im vierten Tagesordnungspunkt behandelt. Mit der Wiedereröffnung der neu gestalteten Dauerausstellung sowie der Einrichtung regelmäßig wechselnder Sonderausstellungen im Erdgeschoss wurde das museale Angebot inhaltlich und qualitativ deutlich erweitert. Das Museum Meerane ist baulich nicht barrierefrei – besonders älteren und gehbehinderten Menschen ist die obere Ausstellungsetage nicht zugänglich. Um zumindest ansatzweise eine gleichberechtigte kulturelle Teilhabe zu ermöglichen, wurde der Erdgeschossbereich funktional und ausstellungstechnisch aufgewertet. Der Besuch ausschließlich der Sonderausstellung soll mit einem symbolischen Beitrag von 1 Euro ermöglicht werden. Der kombinierte Eintritt für die Dauer- und Sonderausstellung beträgt gleichbleibend 3 Euro.
Auch für angemeldete Gruppenführungen außerhalb der Öffnungszeiten wurden Preise festgelegt. Für die Höhlerführungen außerhalb Öffnungszeiten werden für Gruppen bis 10 Personen 20 Euro erhoben, für die 11. und jede weitere Person gilt der reguläre Führungspreis. Für die Museumsführungen außerhalb Öffnungszeiten werden für Gruppen bis 10 Personen 10 Euro erhoben, für die 11. und jede weitere Person gilt der reguläre Führungspreis. Der Stadtrat stimmte der Satzung zur Änderung der Benutzungsordnung zu.
Im fünften Tagesordnungspunkt wurde die Zweckvereinbarung zur Erledigung der ortspolizeibehördlichen Aufgaben durch Gemeindliche Vollzugsbedienstete gem. § 71 Abs. 2 S.1 Alt. 1 SächsKomZG für die Städte Glauchau und Meerane beschlossen. Ziel der Zusammenarbeit der Vollzugsbediensteten beider Städte ist die effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen, um Kosten zu sparen und zugleich bei Veranstaltungen und sicherheitsrelevanten Anlässen eine höhere Präsenz sicherzustellen. Die Vereinbarung regelt die zu erfüllenden Aufgaben, Kostenabrechnung und organisatorische Abläufe. Spätestens nach fünf Jahren soll eine Evaluierung der Zusammenarbeit erfolgen. Die Mitglieder des Stadtrates stimmten der Vereinbarung zu.
Der 1. Entwurf Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2026 der Stadt Meerane wurde im sechsten Tagesordnungspunkt vorgestellt. Nach der Vorstellung des Haushaltsentwurfs im Stadtrat am 11. November 2025 wurde der Haushaltsplan in allen Ausschüssen vorberaten und lag im Bürgerbüro zur Einsichtnahme aus. Kämmerin Kerstin Eis führte zum Sachverhalt aus und erläuterte die Eckdaten. Der Stadtrat stimmte der Haushaltssatzung zu.
Im siebten Tagesordnungspunkt wurde die Vergabe Sanierung Dittricher Weg in 08393 Meerane, 1. BA beschlossen. Sabine Schuman, Dezernentin Bauwesen und Umwelt, informierte zum Bauvorhaben. Dabei sollen die Fahrbahn des Dittricher Weges sowie die Bushaltestellen ab der Einmündung „Am Fuchsberg“ als 1. Bauabschnitt auf einer Länge von rund 400 m grundhaft erneuert werden. Wie Sabine Schumann mitteilte, wird die Maßnahme über das Kommunalbudget für kommunale Straßen gefördert. Der Stadtrat stimmte der Vergabe der Baumaßnahme zu.
Im achten Tagesordnungspunkt, Information zur Situation Albanstraße und Karlstraße, erfolgte ein Informationsbericht zum Sachstand. Nach einem Brand im Dezember 2025 und einem aufgrund der Straßenenge für die Freiwillige Feuerwehr herausfordernden Einsatz, wurde ein einseitiges Parkverbot ausgesprochen. Dabei handelt es sich um eine notwendige Entscheidung, die nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema und Abstimmungen mit der Feuerwehr durch die Stadtverwaltung getroffen wurde, wie Bürgermeister Jörg Schmeißer betonte.
In der anschließenden Einwohnerfragestunde wurde unter anderem das Thema der Parksituation aus dem vorherigen Tagesordnungspunkt angesprochen. Bürgermeister Jörg Schmeißer und Wehrleiter Kai Götze standen den Einwohnerinnen und Einwohnern für ihre Fragen zur Verfügung. Anregungen zu möglichen Verbesserungen der Anwohnerparksituation wurden dabei aufgenommen und werden geprüft.
Im letzten Tagesordnungspunkt, Bekanntgaben und Anfragen, informierte Bürgermeister Jörg Schmeißer zur Einwohnerentwicklung und zu den Einsätzen der Feuerwehr. Die Kameradinnen und Kameraden verzeichneten im Monat Februar 6 Einsätze. Für ihren ehrenamtlichen Einsatz für die Sicherheit der Meranerinnen und Meeraner sprach ihnen Bürgermeister Jörg Schmeißer herzlichen Dank aus.