Wandermarionettentheater Dombrowsky zeigt Märchenspiel "Frau Holle" in der Stadthalle

Märchenstücke „Frau Holle“, „Hexe Kaukau“ und „Rotkäppchen“ stehen auf dem Spielplan

Es gibt sie noch, die Wandermarionettentheater, die mit ihren hölzernen Schauspielern an den langen Fäden durch die Lande ziehen. Die Familie Kressig- Dombrowsky gehört zu den letzten fahrenden Marionettentheatern in Mitteldeutschland. In siebenter Generation ziehen sie durch die Lande und machen im Januar 2019 wieder Station in der Meeraner Stadthalle, Achterbahn 12.

Am Montag, 21. Januar 2019, 16:30 Uhr, öffnet sich der Vorhang zum Märchenspiel „Frau Holle“. Am Dienstag, 22. Januar 2019, 16:30 Uhr, wird die Zaubergeschichte „Hexe Kaukau“ gezeigt, und zum Abschluss gelangt dann am Mittwoch, 23. Januar 2019, 16:30 Uhr das Märchen „Rotkäppchen“ zur Aufführung.

Auf der prachtvoll ausgestatteten Marionettenbühne mit großem Proszenium und Rollvorhang im Stil der historischen Wandermarionettentheater zeigen die Dombrowskys mit ihren grazilen Figuren am Fadenzug Inszenierungen mit tiefer Poesie. Ein selten gewordenes Theatererlebnis!

Alle kleinen und großen Freunde des Marionettenspiels sind herzlich eingeladen. Das Theater kommt zu Ihnen, wie in vergangenen Zeiten!

Der Einlass erfolgt jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.
Eintrittspreise: Kinder 5 Euro, Erwachsene 7 Euro

 

Frau Holle

Es waren einmal zwei Stiefschwestern, beide trugen den Namen Marie. Die eine war fleißig und arbeitsam, die andere war faul, eigebildet und unordentlich. Als sich die fleißige Marie eines Tages beim Spinnen in den Finger stach und die Spule vom Spinnrocken blutig wurde, wollte sie die Spule im Brunnen abwaschen. Doch sie fiel in den Brunnen hinein. Um sie herauszuholen, sprang das Mädchen in den Brunnen und fiel in eine tiefe Dunkelheit. Als sie erwachte, lag sie auf einer Wolkenwiese mit einem Apfelbaum, einem Backofen und einem Haus.

Hier wohnte die Frau Holle. Sie nahm das Mädchen in ihren Dienst. Die fleißige Marie kochte und versorgte den Haushalt und das Wichtigste, sie schüttelte kräftig die Betten, damit es auf der Erde schneit. Zum Lohn bekam das Mädchen ein goldenes Kleid mit nach Hause. Die faule Marie wurde ganz grün und gelb vor Neid. Sie sprang auch in den Brunnen und kam zur Frau Holle. Doch wie sie kochte, den Haushalt versorgte und die Betten schüttelte konnte Frau Holle nicht gefallen. Dennoch bekam auch sie ein Kleid, es war pechschwarz und der gerechte Lohn für ihre Faulheit.

Hexe Kaukau

Wenn jemand sehr krank ist, will man ihm helfen. Doch selbst der Doktor weiß keinen Rat. Nur ein Wunderkräutlein aus dem Reich der Hexe Kaukau könnte Heilung bringen.
Doch die Hexe wird das Kräutlein nicht freiwillig herausgeben. Das kleine Mädchen Inge und der Kasper machen sich gemeinsam auf den abenteuerlichen Weg.
Der Hexe gelingt es, Inge in eine Falle zu locken und zu verzaubern. Nun ist für Kasper guter Rat teuer!

Ja, wenn er wüsste, wo die Hexe den Zauberschlüssel versteckt hat? Hoffentlich können die Kinder ihm helfen!

Rotkäppchen

Es war einmal ein kleines Mädchen, das bekam von seiner Großmutter ein rotes Käppchen geschenkt. Und weil es ihm so gut gefiel, wollte es das Käppchen nimmer absetzen und ward daraufhin „Rotkäppchen“ genannt. Eines Tages bekam es von der Mutter Kuchen und Wein, den sollte es zur Großmutter, die fernab vom Dorf im Walde in einem kleinen Häuschen wohnte, hintragen. Frohgemut machte sich Rotkäppchen auf den Weg, doch da begegnete ihr ein seltsames Tier, der Wolf. Der war sehr nett und freundlich, schickte das Mädchen gar in den Wald hinein, einen Strauß Blumen für die Großmutter zu pflücken.

Doch das war nur eine List des Wolfes. Durch den gewonnenen Vorsprung konnte er die Großmutter überwältigen und sich selbst an ihrer Stelle ins Bett legen, um Rotkäppchen zu erwarten. Inzwischen hatte der Förster erfahren, dass man den Wolf im Walde gesehen hatte. Kasper und der Holzfäller Veit zogen in den Wald, um den Wolf zu fangen. Doch Rotkäppchen wusste nichts von der Gefahr und geriet in die Fänge des Wolfes. Zum Glück kommt der Förster zur rechten Zeit. Er kann Rotkäppchen und die Großmutter befreien und der Wolf kann seiner Strafe nicht entfliehen.
Auf diesen Schrecken ist ein Stück Kuchen und ein Schluck vom Wein gerade das Richtige.

 

Texte und Fotos: Marionettentheater Dombrowsky www.dombrowsky-marionetten.de