Auch beim "Meeraner Straßenfasching" 2019 waren unsere Auszubildenden mit dabei.

Berichte der Auszubildenden

 

Am 31. Januar 2019 bekamen die Auszubildenden zur/zum Verwaltungsfachangestellten aus ganz Sachsen die Chance, an der 87. Plenarsitzung des Sächsischen Landtags teilzunehmen.
Am frühen Nachmittag erreichten wir das Landtagsgebäude in Dresden, wo sich schon zahlreiche weitere Azubis aus den verschiedensten Verwaltungen der Region eingefunden hatten. Einige unter ihnen hatten bereits im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichtes den Sächsischen Landtag besucht, doch wir waren umso gespannter, diesen einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen zu können.
Zu Beginn der Veranstaltung wusste noch keiner der insgesamt 51 Teilnehmer, was genau wir hinter den Türen des gläsernen, lichtdurchfluteten Gebäudes erleben und erfahren würden, doch das sollte sich schon bald aufklären. Nach einer 15-minütigen Einführung mit Informationen zur Sitz- und Tagesordnung durch eine Mitarbeiterin der Landesdirektion Chemnitz war ein Aufenthalt auf der Besuchertribüne von 45 Minuten für uns geplant. Doch bevor wir den riesigen Plenarsaal betraten, gab sie uns auch einen kurzen Überblick über alle Regeln, die man als Besucher im Landtag besser einhalten sollte. Eine davon lautete: „Man sollte nicht im Plenarsaal einschlafen, ansonsten würde man durch die Security nur wenig sanft geweckt und entfernt werden.“ Unvorstellbar, aber wahr.
Wissenswert war es auch, dass für gewöhnlich nur an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Monat Plenarsitzungen stattfinden. Umso dankbarer waren wir, dass wir Azubis die Möglichkeit bekamen, die gesetzgebende Gewalt des Freistaates Sachsen einmal zu erleben.
An diesem Donnerstag hatten die Abgeordneten des Sächsischen Landtages eine Plenarsitzung, welche insgesamt zwölf Stunden dauerte. Für eine dreiviertel Stunde nahmen wir Platz und lauschten den interessanten politischen Themen. An diesem Tag standen Themen wie „BAföG-Reform – bessere Unterstützung für sächsische Studierende, Schülerinnen  und Schüler“, „Landwirtschaft 4.0 – Sachsens Weg ins neue Jahrzehnt“ oder „Sportliche Höchstleistungen unserer Schülerinnen und Schüler fördern – die sächsischen Sportschulen stärken“ auf dem Programm der Abgeordneten. Es wurde wild diskutiert und viel abgestimmt. Wahnsinnig interessant war es auch, die Abstimmungen und Abläufe der Sitzung hautnah mit zu verfolgen und gleichzeitig zu sehen, wer uns auf Landesebene vertritt.
Anschließend folgte für uns, zum Abschluss dieses lehrreichen Tages, ein 45-minütiges Gespräch mit drei Abgeordneten der Fraktionen CDU, AfD und Bündnis 90/Die Grünen. In dieser Gesprächsrunde konnten alle Fragen gestellt werden, egal, was einem auf dem Herzen lag, und durch die Abgeordneten wurden alle Fragen erläutert und beantwortet.

 

 

Über einen gut gefüllten Werner-Bochmann-Saal der Meeraner Stadthalle konnte sich Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer zum diesjährigen Neujahrsempfang 2019 der Stadt Meerane freuen. Mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches und gesundes Jahr wurden die Gäste – Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aus der Landes- und Kommunalpolitik, der Wirtschaft und der Meeraner Unternehmerschaft, aus Vereinen und Verbänden – herzlich begrüßt. Die Neujahrsansprache des Bürgermeisters und die Verleihung der Meeraner Bürgermedaille standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfanges. Für die passende Unterhaltung sorgte die Kabarettistin, Autorin und Moderatorin Tatjana Meissner. Nach dem Neujahrsempfang wurden die Gäste wie immer in den Kleinen Saal der Stadthalle eingeladen, wo der Abend mit Gesprächen bei einem Buffet und Getränken ausklang.

Um einen reibungslosen Ablauf am Veranstaltungstag zu gewährleisten, ist eine lange und gut überlegte Organisation notwendig. Auch wir Azubis wurden bereits im Vorfeld in die Arbeit einbezogen. Bereits im Oktober des Vorjahres wurde eine Einladungsliste erstellt. Zu unseren Aufgaben zählten hier die Aktualisierung der Adresslisten, das Drucken der Etiketten und die Vorbereitung der Einladungen zur Versendung. Bei über 1.000 Einladungen fällt es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Umso wichtiger ist es, als Azubi Verantwortung zu übernehmen und die gestellten Aufgaben gewissenhaft und mit Sorgfalt zu erfüllen. Denn nichts ist unangenehmer, als wichtige Personen doppelt oder vielleicht mit einem falsch geschriebenen Namen einzuladen.

Am Tag des Neujahrsempfanges starteten wir bereits um 08:00 Uhr mit den Vorbereitungen im Kleinen Saal der Stadthalle. Über 400 Gläser mussten auf Hochglanz poliert werden, und wir bemühten uns, die lange Tafel dekorativ zu gestalten. Der Bartresen wurde mit Getränken ausgestattet und dem Saal der letzte Schliff verliehen. Bis zum Mittag gab es allerhand zu tun. Perfekt für den bevorstehenden Abend gewappnet begann der Einsatz für die Auszubildenden und viele Mitarbeiter gegen 17:45 Uhr, da bereits um 18:00 Uhr die Türen der Stadthalle für die Gäste geöffnet wurden. Im Vorfeld hatten wir uns durch einen Dienstplan mit unseren Aufgaben vertraut gemacht. Wir Azubis durften die zahlreichen Besucher begrüßen, darunter wichtige Gäste aus Politik und Wirtschaft. Diese in der Stadthalle willkommen zu heißen, war für uns eine große Ehre und natürlich auch ein besonderes Erlebnis.

Kurz vor Ende des Programms im Werner-Bochmann-Saal wurde es für das gesamte Team dann aufregend: Es ging endlich los! Wir Auszubildenden halfen beim Servieren und Abräumen der Gläser. Mit größter Vorsicht mussten die Tabletts mit Gläsern – gefüllt mit Wasser, Saft und Wein – getragen werden. Die leeren Gläser wurden wieder eingesammelt und zurück in den Thekenbereich gebracht, wo sich andere Mitarbeiter um den Abwasch kümmerten. Und das alles in einem Saal voller Gäste, die zum Teil sehr dicht beieinander standen – keine leichte Aufgabe. Aber: Auch trotz aller Arbeit und Hektik blieb der Spaß zwischen uns Azubis auch an diesem Abend nicht auf der Strecke.

Wer also denkt, dass Verwaltung nur mit Papierkram, Akten und Computerarbeit zu tun hat, liegt falsch. Zusammengefasst ist der Neujahrsempfang für uns eine willkommene Abwechslung zur Tätigkeit in der Verwaltung und dem Lernen in der Berufsschule. Solche kleinen Herausforderungen sorgen immer wieder für Abwechslung und neue Motivation. Die Zeit von der Planung bis zum Veranstaltungstag war mit viel Aufwand, aber auch Freude an der Arbeit verbunden. Wir Azubis hatten viel Spaß, sowohl bei der Vorbereitung als auch am Tag des Geschehens. Für uns war es sehr beeindruckend, wie viele Personen am Neujahrsempfang teilgenommen haben. Nur durch eine gute Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung konnte der reibungslose Ablauf gewährleistet werden.

Wir Azubis der Stadtverwaltung Meerane sind stolz, Teil eines so starken Teams zu sein, das durch gute Organisation und Zusammenhalt gemeinsam viel erreichen kann. Möchtest du nächstes Jahr auch dazugehören?

 

Für jeden Auszubildenden beginnt mit der Ausbildung ein neuer Lebensabschnitt – vom fremdbestimmten Lernen für die Schule bis hin zu einem Lernen für die eigene Entwicklung und berufliche Zukunft. Damit die neuen Azubis ihre Rolle im Ausbildungsunternehmen und im Kollegenkreis leichter finden können, sollte der Karrierestart möglichst schonend sein.

Der Ausbildungsstart begann für uns alle mit zahlreichen Fragen: Wer sind meine Ansprechpartner? Wo finde ich was? Und was gibt es zu beachten? Dazu stehen neben den Mitarbeitern natürlich auch die Auszubildenden im 2. und 3. Ausbildungsjahr den „Neuen“ immer gern zur Seite. Mit viel Spaß und durch gemeinsame Projekte, städtische Veranstaltungen und Unternehmungen wird das Kennenlernen und das Miteinander vereinfacht.

Wir Azubis der Stadt Meerane sind nicht nur auf Arbeit und in der Berufsschule für einander da, wir haben auch über den Arbeitsplatz hinaus ein freundschaftliches Verhältnis und können uns aufeinander verlassen.

Regelmäßig finden bei uns Azubitreffen statt. Dort haben wir die Möglichkeit, Fragestellungen aus dem Ausbildungsalltag vertraulich und lösungsorientiert mit den anderen Azubis und unserer Ausbildungsleiterin zu besprechen. Hier können wir uns über unsere Erfahrungen und Erlebnisse während der Ausbildung austauschen, über Sorgen und Unsicherheiten sprechen, etwaige Konflikte konstruktiv bereinigen und gemeinsame Projekte planen. Mit Spaß bewältigen wir gemeinsame Herausforderungen – und entwickeln dabei ein Wir-Gefühl!

Bei uns wird großer Wert darauf gelegt, dass wir nicht nur in unserer fachlichen Entwicklung unterstützt werden, sondern insbesondere auch in unserer Persönlichkeitsentwicklung. Die fachliche Entwicklung wird außerdem durch verschiedene Ausbilder unterstützt, die uns in den jeweiligen Bereichen zur Seite stehen. In regelmäßigen Feedbackgesprächen haben wir die Möglichkeit, die eigene Entwicklung zu reflektieren und weitere Schritte mit dem Ausbilder zu besprechen.

Nur im Team ist es möglich, gemeinsame Herausforderungen und Ziele zu meistern. In einem „Haufen“ Einzelkämpfer entsteht kein kollegiales Verhältnis. Teamarbeit ist kein Selbstläufer, sie gelingt nur, wenn Transparenz herrscht. Daher ist uns der Zusammenhalt unter uns Auszubildenden untereinander und mit den Kollegen sehr wichtig.

Zusammenkommen ist ein Beginn.
Zusammenbleiben ein
Fortschritt.
Zusammenarbeiten ist ein
Erfolg.
(von Henry Ford)

Wir wünschen allen unseren neuen Auszubildenden einen guten Start und freuen uns auf die gemeinsame Zeit.

 

In unserer 3-jährigen Ausbildung zu Verwaltungsfachangestellten lernten wir viele verschiedene Bereiche kennen. Unsere Ausbildung setzt sich aus zwei Teilen zusammen:
1. der praktischen Ausbildung in der Stadtverwaltung Meerane und bei den Verbundpartnern Städtische Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft und Abwasserzweckverband Götzenthal sowie im Sozialamt des Landkreises
2. der schulischen Ausbildung in der Berufsschule und der dienstbegleitenden Unterweisung (dbU)

Das aufregende erste Jahr
Im ersten Ausbildungsjahr durchlaufen wir vor allem das Dezernat 1 – Allgemeine Verwaltung, um erst einmal Grundlegendes wie die Verwaltung selbst kennen zu lernen und die Abläufe zu verstehen. Doch wir sind auch schon in einigen städtischen Einrichtungen im Einsatz, wie zum Beispiel im Heimatmuseum und in der Stadtbibliothek. Auch im Dezernat 2 – Finanzen bekommen wir Einblicke und erste Grundlagen vermittelt. Ebenso gehört auch ein Einsatz im Bürgerbüro der Stadtverwaltung dazu. In Verbindung mit einigen Wochen in der Berufsschule in Zwickau können wir dann gut vorbereitet in das nächste Jahr starten.

Das zweite Ausbildungsjahr
Nun ist es an der Zeit, auch die weiteren Bereiche der Verwaltung kennen zu lernen. Im zweiten Jahr besuchen wir einige Verbundpartner, wie die Städtische Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft und den Abwasserzweckverband. Besser geschult in den gesetzlichen Grundlagen, können wir nun in das Dezernat 4 – Bauwesen und Umwelt gehen, um zum Beispiel die städtebauliche Entwicklung Meeranes zu verstehen. Auch das Dezernat 3 – Sicherheit und Ordnung gewährt uns Einblicke, was alles zu einer sicheren und sauberen Stadt beizutragen ist. Eine wichtige Sache in diesem zweiten Ausbildungsjahr ist die Zwischenprüfung. Diese wird in der Berufsschule geschrieben und ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Üblicherweise bekommen wir in diesem Jahr auch bei einem mehrwöchigen Einsatz einen Einblick in die Arbeit des Sozialamtes des Landratsamtes Zwickau. Mit ausreichend gesammelter Erfahrung können wir auch schon in das letzte Ausbildungsjahr starten.

Das finale Jahr
Unser letztes Ausbildungsjahr verbringen wir zu einem sehr großen Teil in der Berufsschule und nun auch in der dienstbegleitenden Unterweisung (dbU) in Chemnitz, denn alles zielt nun auf die bevorstehenden Prüfungen. Sowohl die Lehrer der Berufsschule, die Dozenten in der dbU wie auch die Kollegen in der Stadtverwaltung Meerane wollen uns bestmöglich vorbereiten und bieten uns Unterstützung. Denn im Mai ist es dann soweit: Die Abschlussprüfungen finden statt.
Nach unseren Prüfungen werden wir in der Verwaltung eingearbeitet – für die Tätigkeit, die wir im Anschluss an unsere Ausbildung übernehmen sollen.

Und so schnell finden drei aufregende Jahre ihr Ende!

„Zu reisen bedeutet sich zu entwickeln.“  Pierre Bernardo

Ich habe mir dieses Zitat zum Anlass genommen, über unseren Englandaufenthalt im Rahmen unserer Ausbildung zu berichten.
The world in one city – begründeter Titel! Meine Zeit in London brachte eine unglaubliche Menge neuer Eindrücke und Erfahrungen mit sich, die man so schnell nicht wieder vergisst. Start unserer Reise war das Berufsschulzentrum für Wirtschaft, Gesundheit und Technik in Zwickau, wo ein Reisebus schon auf uns wartete. Von Dünkirchen, Frankreich, ging es mit der Fähre dann weiter nach England. Wir alle waren schon voller Vorfreude und natürlich auch auf das gespannt, was uns in London erwarten würde.

Angekommen in der Stadt der Musik und des Regens, der Fish & Chips-Tüten, der unzähligen Pubs und der roten Doppeldecker-Busse konnte es auf Entdeckungstour gehen. Wenn es um Sightseeing geht, weiß man jedoch gar nicht, wo genau man anfangen soll. Es gibt einfach so viel zu sehen, dass man bestimmt auch nach mehreren Aufenthalten immer wieder etwas Neues entdeckt. Unsere erste Stadtbesichtigung starteten wir mit den bekanntesten Hotspots der Stadt. Unter ihnen Big Ben, Houses of Parliament und das London Eye. Natürlich konnten wir uns eine Fahrt auf dem London Eye nicht entgehen lassen. Es erwartete uns ein freier Blick in alle Himmelsrichtungen der Stadt. Eine sehr tolle Sicht  gab es bis zur Tower Bridge, bis zur St. Paul Cathedral, zum Buckingham Palace und sogar bis zum Wembley Stadion.

Es gab eigentlich keinen Tag, an dem wir nichts gemacht haben. Gleich nach dem Frühstück ging es los. Unser Hostel lag sehr zentral in Willesden Green, von wo aus man die meisten Orte sehr unkompliziert erreichen konnte – auch weil alle paar Minuten eine Tube gefahren ist. Am zweiten Tag ging es für uns nach Arsenal in das Emirates-Stadium. Bei der Emirates Stadium Tour bekam man einen einmaligen Blick hinter die Kulissen des Fußballvereins. Sehr beeindruckend, wenn man überlegt, welche großen Fußballspieler hier schon standen.  Sogar auf dem Kabinenplatz von Mesut Özil durften wir Platz nehmen.

Am Abend erwartete uns eine Sightseeingtour mit dem Bus, vorbei an den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, die alle wunderbar beleuchtet waren. Eine Stadtrundfahrt der etwas anderen Art! Am dritten Tag ging es dann für uns nach Berkshire. Dort besichtigten wir das Windsor Castle, das größte durchgängig bewohnte Schloss der Welt. Hier verbringt die Queen die meisten ihrer privaten Wochenenden.
Wer nach England reist, der darf auch eines nicht vergessen: in einen Pub gehen. Es geht eigentlich nicht klischeehafter, aber trotzdem gehört es einfach dazu. Pubs findet man in jeder Ecke. So verbrachten wir unseren vorletzten Abend in gemeinsamer Runde.
Den vierten Tag durften wir uns frei gestalten. So haben wir die Oxford Street und den Piccadilly Circus erkundet. Den Abend haben wir  bei einem Dinner mit Aussicht auf die Tower Bridge ausklingen lassen.
Der letzte Tag war nun angebrochen. Unsere letzte Station war der Tower of London, für die englische Geschichte und Entstehung absolut elementar. Und jeder trichtert einem ein: „Wer in London war und nicht im Tower, der war nicht in London!“. Wer will das schon auf sich sitzen lassen.
Danach ging es aber auch schon wieder mit dem Bus in Richtung Heimat.

Eine Woche voller neuer Eindrücke und Erlebnisse lag also hinter uns. Für mich war es eine ganz besondere und unvergessliche Zeit. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal recht herzlich bei der Stadtverwaltung Meerane bedanken, dass sie mir dieses Erlebnis ermöglicht hat. Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei unseren Lehrern, die dafür gesorgt haben, dass vor Ort alles reibungslos funktioniert und die für uns das gesamte  Projekt  organisiert und durchgeführt haben, und natürlich bei meinen Mitschülern, die mitgefahren sind. Wir haben alle an neuen Eindrücken und Erfahrungen gewonnen, an die wir uns auch nach der Ausbildung sicherlich immer gerne zurück erinnern werden.

 
     
 

Anna-Lena, Auszubildende 2. Lehrjahr
Jocelyn und Christian, Auszubildende 3. Lehrjahr

Nachdem wir unsere Ausbildung begonnen haben und einige Tage ins Land gingen, stellte sich uns die Frage, was denn eine "Verbundausbildung" ist. Um diese Unklarheit aus dem Weg zu schaffen, informierten wir uns über den Hintergrund einer solchen Ausbildung und können sie wie folgt erklären:
Die Verbundausbildung ist die Zusammenarbeit einzelner Betriebe in der Ausbildung. Sie unterstützen sich bei der praktischen Berufsausbildung gegenseitig.

Wir, die Auszubildenden der Stadt Meerane, erleben diese Verbundausbildung beim Abwasserzweckverband Götzenthal und bei der Städtischen Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Meerane mbH. Unsere Einsatzzeit erstreckt sich in beiden Betrieben auf 3–4 Wochen.
In der ersten Woche der Verbundausbildung lernen wir die Anlage sowie die Mitarbeiter und deren Aufgabenbereiche kennen, da die Strukturen im AZV und in der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft von der Struktur der Stadtverwaltung abweichen. So gibt es beispielsweise in beiden Betrieben eine/n Geschäftsführer/in, während die Stadtverwaltung vom Bürgermeister geleitet wird.

Nachdem dann irgendwann alle Namen und Aufgaben der Mitarbeiter sitzen, sind wir schon voll im täglichen Arbeitsablauf integriert. Der Ausbildungsschwerpunk liegt dabei in beiden Betrieben im Bereich der Buchführung. So können wir z.B. Rechnungen buchen und somit unser schulisches Wissen auf die Probe stellen.
Die Zeit der Ausbildung bei den Verbundpartnern ist abwechslungsreich und spannend. Man lernt andere Mitarbeiter kennen und fügt sich in ein neues Arbeitssystem ein.
Somit kann man sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen und über sich hinauswachsen.

    Städtische Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Meerane mbH  
     
   
   Abwasserzweckverband Götzenthal (AZV), Kläranlage Hainichen.

 

Marie-Luise, Auszubildende 2. Ausbildungsjahr

Man kann fast sagen: Gerade erst mit der Ausbildung begonnen und schon wird man mit dem ersten großen Schritt der Ausbildung, der Zwischenprüfung, konfrontiert. Denn schon wenige Monate nach Ausbildungsbeginn geht es bereits um die Anmeldung zur Zwischenprüfung. Diese findet meist in der Mitte der Ausbildungszeit, bei uns also im zweiten Ausbildungsjahr, statt. In der Ausbildung zur/m Verwaltungsfachangestellten fällt dies meist auf den Dezember. Und irgendwie bekommt man schon ein erstes mulmiges Gefühl!

Das Wichtigste überhaupt ist, dass man rechtzeitig mit dem Lernen beginnt. Es gibt keine direkte Vorgabe, wann der richtige Zeitpunkt ist anzufangen, man muss sich in diesem Moment selbst einschätzen können. Von großer Bedeutung ist, dass man den Ehrgeiz und die Disziplin zum Lernen hat. Sollte man beim Lernen auch mal nicht weiter wissen, darf man nicht gleich in Panik geraten, denn sowohl auf Arbeit als auch in der Berufsschule erhält man Rat und Antworten um Fragen zu bewältigen.
Einige Wochen vor dem Termin erhält man eine Teilnahmebestätigung, die noch einmal für Unruhe sorgt und zeigt, dass es langsam ernst wird.
Vor dem Tag der Zwischenprüfung hat man meist bis zu zwei Wochen noch einmal Berufsschule. In dieser Zeit wird noch einmal intensiv der Prüfungsstoff geübt und wiederholt, um endgültig die letzten Fragen und Probleme zu lösen.
Am Tag der Prüfung spielt die Aufgeregung logischerweise eine große Rolle, aber man darf sich davon nicht aus dem Konzept bringen lassen. Konzentration ist das A und O!
Die Zwischenprüfung wird an einem Tag abgelegt und besteht aus drei verschiedenen Teilen, die jeweils eine Stunde in Anspruch nehmen und mit entsprechenden Pausen voneinander getrennt sind.
Nachdem das überstanden ist, macht sich Erleichterung erst einmal bei allen breit. Aber die Anspannung bleibt mit dem Warten auf die Ergebnisse bestehen.

Was jedoch allen sicher ein kleines bisschen Mut gemacht hat ist, dass man die Zwischenprüfung nicht bestehen muss, um die Ausbildung fortsetzen zu können. Die erreichte Note fließt nicht mit in die Abschlussnote ein, aber aus den erbrachten Leistungen sowie den entstandenen Noten können der Auszubildende selbst sowie die Ausbilder ablesen, ob das Ausbildungsziel bis zu diesem Zeitpunkt erreicht ist. Demnach sollte man die Zwischenprüfung ernst nehmen und so gut wie möglich meistern!

Melissa, Sarah und Tina, Auszubildende 3. Ausbildungsjahr

Schnell waren die drei Jahre Ausbildung vergangen, und wir standen vor der großen Herausforderung: unserer Abschlussprüfung. Im dritten Ausbildungsjahr besteht der Schwerpunkt der Ausbildung aus der Vermittlung von theoretischen Kenntnissen durch die Berufsschule und die dienstbegleitende Unterweisung, kurz „dbU“. Die praktische Ausbildung nimmt lediglich einen geringen Teil ein.
Zwischen der Berufsschulzeit und der dienstbegleitenden Unterweisung bestand für uns ebenso die Möglichkeit einer individuellen Prüfungsvorbereitungswoche. In dieser Woche konnten wir drei Azubis des dritten Ausbildungsjahres gemeinsam besondere Schwerpunkte setzen, welche wir dann besprochen haben und bei Fragen immer auf Hilfe der Mitarbeiter zurückgreifen konnten. Dabei legten wir besonderen Wert auf die Wiederholung der aufgetretenen Prüfungsthemen der letzten Jahre und testeten unseren Wissenstand daran.

Die überbetriebliche dienstbegleitende Unterweisung findet ausschließlich im dritten Ausbildungsjahr statt und ermöglicht uns Kenntnisse fallbezogen anzuwenden. Sie stellt damit eine intensive Prüfungsvorbereitung dar. Die Zeit in der „dbU“ ist in verschiedene Lernbereiche unterteilt, die sich über mehrere Tage erstrecken. In dieser Zeit werden bereits gelernte Sachverhalte aus der Berufsschule nochmals vertieft und am Beispiel genau erläutert. Unterrichtet werden wir von Dozenten, welche an Universitäten lehren, Juristen und Mitarbeitern aus verschiedenen Verwaltungen, sodass die Lerninhalte sehr praxisnah vermittelt werden.
Durch prüfungsähnliche Klausuren in den einzelnen Lernbereichen wurden alle relevanten Themen bzw. Sachverhalte abgefragt. Ungeklärtes konnte somit nochmals mit den Dozenten besprochen werden.

Neben der schriftlichen Abschlussprüfung müssen wir auch eine praktische Prüfung absolvieren. In dieser Prüfung wird ein Bürgergespräch oder ein Gespräch mit dem Vorgesetzten simuliert. Schwerpunkt dabei ist die Kommunikation zwischen uns als Mitarbeitern gegenüber dem Bürger bzw. unserem Vorgesetzten. Um uns auf dieses Gespräch vorzubereiten bestand während der „dbU“ an einigen Tagen die Möglichkeit mit unseren Dozenten solche Gespräche zu üben und gemeinsam mit der Klasse auszuwerten.

Nach intensiver Vorbereitung und vielem Lernen war es dann soweit. An vier Tagen mussten wir in Form von vier verschiedenen Prüfungen unser Wissen unter Beweis stellen. Den schriftlichen Prüfungen folgte drei Wochen später die praktische Prüfung.

Alles in allem waren die drei Jahre wie im Flug vorbei, und wir sind jetzt – nach den erfolgreich bestandenen Abschlussprüfungen – in verschiedenen Fachbereichen der Stadtverwaltung Meerane eingesetzt.

Stefanie, Auszubildende 2. Ausbildungsjahr

Kaum ist das erste Jahr vorbei, dreht sich bei uns schon längst nichts mehr um die Aufregung der ersten Tage. Von den Fachbereichen und Referaten der Stadt Meerane in- und außerhalb des Neuen Rathauses habe ich bereits fast alle durchlaufen - die Namen der Mitarbeiter sitzen, das Telefonieren ist kein Problem mehr und im Schriftverkehr werde ich immer sicherer. Sogar unsere dicke Gesetzessammlung, die Vorschriftensammlung für die Verwaltung in Sachsen (VSV), ist nicht wie befürchtet mein Feind, sondern eine große Hilfe geworden.

Es ist kaum zu glauben, wie schnell das erste Jahr vorbei ist - schon stecken wir in den Vorbereitungen für die Zwischenprüfung. Zwar benötigen wir eine gute Organisation und viel Fleiß, um neben der Arbeit auch das Pensum an Lernstoff aufzuarbeiten, doch auch hier stehen uns hilfsbereite Mitarbeiter für jede noch so kleine oder große Frage zur Verfügung. So wurde mir es in meinem Einsatz im Rechtsreferat ermöglicht, drei Sondertage im Fachbereich Finanzen zu durchlaufen, um auch die letzten offenen Fragen vor der Zwischenprüfung zum Thema Haushalt zu beseitigen. Wie du siehst, sind wir schon fleißig am Lernen, aber bei Problemen und Fragen nie allein!

Wir Azubis der Stadt Meerane unterstützen uns nicht nur auf Arbeit und in der Schule, sondern haben auch ein freundschaftliches Verhältnis. Bei regelmäßigen Azubi-Treffen besprechen wir gemeinsam mit unserer Ausbildungsleiterin Frau Ulrich organisatorische Dinge, planen Projekte - wie unser alljährliches Weihnachtsrätsel für die Meeraner Zeitung - und lösen Probleme.

Wenn du Lust hast, ein Teil von einem super Team zu werden, dann bist du mit einer Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Meerane genau richtig!

Wir freuen uns schon auf dich!

Sechs Auszubildende berichten

Dass die Ausbildung in der Stadtverwaltung Meerane abwechslungsreich wird, war uns allen vorher klar. Wir durchlaufen alle Bereiche der Verwaltung, drücken fleißig die Schulbank und bekommen so einen umfassenden Einblick in die kommunale Verwaltung. Doch die Ausbildung hält noch viel mehr bereit.
Bei einer dreitägigen Bildungsreise, die von der Berufsschule organisiert wurde und uns im Oktober nach Berlin führte, hatten einige von uns beispielsweise Gelegenheit, die Schauplätze der Bundespolitik zu entdecken. Wir besuchten das Staatsministerium für Verteidigung, den Bundestag, das Bundeskanzleramt und die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Bei einer Stadtrundfahrt und anschließender Freizeit konnten wir dann die Hauptstadt unsicher machen.
Auch bei der Mitarbeiterausfahrt der Stadtverwaltung waren wir dabei. Die Fahrt ging nach Leipzig, wo wir zuerst das zeitgeschichtliche Forum besuchten und dann an einer Studiotour beim MDR teilnahmen. Beim gemeinsamen Mittagessen kamen wir mit Mitarbeitern ins Gespräch und erlebten einen interessanten Tag.
Um den Zusammenhalt unter den Auszubildenden zu stärken und „die Neuen“ einmal vorzustellen, fand beispielsweise eine kleine Weihnachtsfeier statt, bei der wir fernab des Arbeitsplatzes Gelegenheit hatten, uns besser kennenzulernen und unsere bisherigen Erfahrungen auszutauschen. In gemütlicher Runde verbrachten wir einen gemeinsamen Abend auf der Bowlingbahn.
Ein besonderes Highlight war der Straßenfasching im Januar, bei dem wir als Azubis an vorderster Front dabei sein durften. Als Radläufer oder auf dem Wagen waren wir mitten im Geschehen. Und so konnten wir das bunte Treiben miterleben, Bonbons verteilen und mit den Meeraner Bürgern und vielen anderen Faschingsbegeisterten feiern.
Es zeigt sich: eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung Meerane ist viel mehr als nur Schreibtischarbeit oder Schule. Wir werden in alle Aktivitäten mit einbezogen und bekommen die Gelegenheit uns an vielen Stellen zu beweisen.

     
 Das Bundeskanzleramt in Berlin.    Plenarsaal des Bundestages.
     
 Ganz vorn dabei zum 22. Meeraner Straßenfasching am 24. Januar 2015.    Die Auszubildenden unterstützten den Umzugswagen der Stadtverwaltung Meerane
   
   In gemütlicher Runde beim Bowling.

 

Amy und Anna-Lena, Auszubildende 3. Ausbildungsjahr

Neben dem praktischen Teil der Ausbildung in der Stadtverwaltung Meerane sowie dem theoretischen Berufsschulkomplex in Zwickau erwartet jeden Auszubildenden im 3. Ausbildungsjahr die sogenannte dienstbegleitende Unterweisung, welche am Studieninstitut in Chemnitz stattfindet.
Aber was steckt eigentlich hinter dem Begriff „dienstbegleitende Unterweisung (dbU)“? Wir wollen es erklären:
In den letzten 10 Wochen vor der Prüfung findet die dbU statt, welche nochmals viel Fleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen erfordert, da gerade die Zeit vor der Prüfung für uns Auszubildende von besonders großer Bedeutung ist.
Aber keine Angst, die Anstrengung lohnt sich, da die dbU bestens auf die Abschlussprüfung vorbereitet, sodass man diese danach auch mit einem guten Gefühl bestreiten kann.

Die dienstbegleitende Unterweisung ist ähnlich wie der Berufsschulunterricht, nur das hier die Arbeit mit dem Gesetz und die Rechtsanwendung an erster Stelle stehen. Das heißt, hier geht es nicht um ein Auswendiglernen, sondern der Umgang mit dem Gesetz für die Falllösung hat Priorität. Daher stehen Prüfschritte und Prüfreihenfolgen im Mittelpunkt.
Zum einen werden hier noch einmal Themen aus der Berufsschule wiederholt und zum anderen auch neue Themengebiete behandelt. Nachdem ein Themengebiet (beispielsweise Polizeirecht, Gewerberecht, Baurecht, Kommunalrecht, Haushalt- und Kassenwesen, Betriebswirtschaftslehre) von einem Dozenten, der aus diesem entsprechenden Bereich in der Verwaltung stammt, behandelt wurde, folgt eine Klausur.
Die Klausuren dauern in der Regel 120 Minuten und umfassen einen Themenkomplex. Hier kann der Auszubildende überprüfen, ob er mit der Zeit gut zurechtkommt und wo eventuell noch Defizite bestehen. Die Klausuren schaffen schon ein wenig Prüfungsflair und sind auch sehr prüfungsrelevant aufgebaut. Sie wirken sich jedoch nicht auf das Ergebnis aus und werden nicht als Teilnote oder ähnliches gewertet, sie dienen ausschließlich der Übung!
Man sollte diese Klausuren aber trotzdem nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn sie sind eine hervorragende Prüfungsvorbereitung.

In einer Klasse sind rund 30 Schüler aus ganz verschiedenen Verwaltungen. Bei so vielen Schülern kann es schon mal schwer fallen, sich 8 Stunden am Tag auf einen Themenkomplex zu konzentrieren, und trotzdem schaffen es die Dozenten, die Mitarbeit von allen Schülern durch konsequente Nachfragen und Aufgaben zu gewinnen. Der Unterricht ist auch deswegen ziemlich abwechslungsreich gestaltet, weil hier eine gute Mischung zwischen der Fallbearbeitung mit dem Gesetz und dem Zuhören und Mitschreiben gegeben ist. Der Unterschied zur Berufsschule ist der, dass hier die Rechtsanwendung und die intensive Prüfungsvorbereitung den Vorrang haben. Durch die verschiedenen Fallvariationen und Fallanwendungen prägt sich der doch relativ trockene Stoff auch viel besser ein.
Abschließend können wir sagen, dass die dbU eine wirklich gute Vorbereitung auf die Abschlussprüfung war und uns die Angst davor genommen wurde. Hier fand eine wirklich tolle Prüfungsvorbereitung statt!

 Dusty-Nicolá, Auszubildender 3. Ausbildungsjahr

Die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten zeichnet sich durch eine Vielfalt von unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern aus. Aber was stellt man sich darunter vor?

Es ist nicht nur die Beschäftigung hinter dem Schreibtisch mit viel Papier, wie manch einer glauben wird. Auch außerhalb von Büro und Verwaltungsgebäude warten interessante Tätigkeiten auf den Verwaltungsfachangestellten. So führte mich beispielsweise meine Ausbildung zur Präsentation des Berufsbildes auf der Berufsmesse am 29.10.2016 in der Internationalen Oberschule Meerane.
Nicht nur die Präsentation, auch die Organisation im Vorfeld stellte schon eine Herausforderung dar. So mussten diverse Werbeartikel beschafft, Plakate überarbeitet, Flyer erstellt und ansprechend gestaltet werden. Ein hohes Maß an Selbstorganisation und Verantwortung gingen mit den Aufgaben einher.
Nach der Vorbereitung stand der Präsentation auf der Berufsmesse nichts mehr im Wege. Dort haben sich viele Unternehmen vorgestellt und über ihre Tätigkeitsbereiche und Ziele der Ausbildung informiert. So wurden den Schülern Ideen für die berufliche Orientierung mitgegeben.
Mittendrin auch die Stadtverwaltung Meerane, vertreten durch unsere Ausbilderin Frau Ulrich und mich als Auszubildenden. Meine Hauptaufgabe bestand darin, den Schülern und deren Eltern die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten etwas näher zu bringen.
Es bereitete viel Spaß, den Besuchern etwas über den Beruf und auch von eigenen persönlichen Erfahrungen meiner bisherigen Ausbildungszeit zu berichten. Aus einem Monolog entwickelte sich schnell ein Dialog, bei dem ich viele kluge Fragen von interessierten Schülern gestellt bekam.
Abschließend war die Vorstellung unseres Berufsbildes als voller Erfolg zu betrachten.
Für mich selbst konnte ich neue Fähigkeiten in der Organisation, Kommunikation und Präsentation entwickeln. Und vielleicht waren ja auch ein paar künftige Kolleginnen und Kollegen unter den Schülern?

Stefanie, Auszubildende 2. Ausbildungsjahr

Unsere Ausbildung bietet entgegen der einen oder anderen Erwartung eine Menge Abwechslung sowie einen vielfältigen Einsatz in verschiedensten Bereichen. Im zweiten Ausbildungsjahr durfte ich einige Wochen im Landratsamt verbringen, dort wurde ich im Sozialamt eingesetzt. Dadurch bekam ich einen Einblick in verschiedene Bereiche, wie zum Beispiel die Eingliederungshilfe, die Hilfe zur Pflege und die Erstattung von Bestattungskosten.
Die „Eingliederungshilfe“ bietet Menschen mit Behinderung sowie denen, die von einer Behinderung bedroht sind, die Möglichkeit, deren Folgen zu mildern und eine Eingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern. Die Abteilung „Hilfe zur Pflege“ unterstützt pflegebedürftige Menschen, die den notwendigen Pflegeaufwand nicht aus eigenen Mitteln sicherstellen können.
Nach einer kurzen Vorstellung des Bereiches und einer Einweisung ging es auch schon los. Meine erste Aufgabe war das Buchen der Rechnungen der Fahrdienste, die die Kinder zur Ferienbetreuung brachten. Später durfte ich sogar Anträge auf ambulante Frühförderung bearbeiten, d. h. eine entsprechende Akte anlegen, prüfen, ob die Voraussetzungen für eine solche Förderung erfüllt sind, eine Verfügung verfassen, in der die Entscheidung begründet wird, und den daraus hervorgehenden Bescheid vorbereiten. Jeder Fall war individuell, verlangte neue Herangehensweisen und brachte neue Sichtweisen mit sich. In der Abteilung Hilfe zur Pflege durfte ich ebenfalls Anträge bearbeiten, diesmal jedoch auf stationäre Pflege. Ich schrieb Verfügungen und bereitete Bescheide vor. Anschließend buchte ich die Rechnungen der Pflegedienste und kontrollierte die erbrachten Leistungen mit den im Bescheid genehmigten Leistungen. Die Erstattung von Bestattungskosten war ein interessantes Gebiet, da man sich wohl eher selten damit befasst. Ich wurde mit Erbschaften und der Bestattungspflicht vertraut gemacht und durfte natürlich auch hier wieder Anträge bearbeiten. Die Zeit im Sozialamt bot mir viele neue Einblicke, sowohl für den Beruf, wie auch fürs Leben.